"Wir sind weiterhin auf einem guten Weg und knüpfen damit an die Struktur der vergangenen Jahre an. Durch sparsames Wirtschaften sichern wir die Grundlagen und geben dem Haushalt ein Gerüst", zeigte sich Bürgermeister Werner Diersch (SPD/WG) zufrieden. Man befinde sich dabei immer in einem Spannungsfeld. Es gehe nicht immer alles sofort, Wichtiges habe Vorrang. Was getan werden müsse, werde sich die Gemeinde leisten können, dafür habe man die Voraussetzungen geschaffen. "Mit konsequenter Tilgung unserer Verbindlichkeiten um jährlich rund 100.000 Euro konnte die Pro-Kopf-Verschuldung kontinuierlich auf etwa 800 Euro am Jahresende gesenkt werden."

Damit, so Diersch, liege die Gemeinde zwar noch über dem Landesdurchschnitt von 690 Euro, aber doch deutlich unter dem entsprechenden Wert im Landkreis von 947 Euro.

Laut Kämmerer Alfred Kolenda ist der Ansatz des Verwaltungshaushalts mit 2.169.000 Euro um 6,6 Prozent höher als im Vorjahr. Mehrausgaben werden für den Straßenunterhalt und für Sachverständige bei der Einführung der getrennten Abwassergebühr ab 2014 nötig.

Badeaufsicht 6000 Euro teurer

Erheblich gestiegen seien außerdem die Kosten für die Badeaufsicht von 7700 Euro in 2010 auf voraussichtlich 13.800 Euro in diesem Jahr. Auf der Einnahmen-Seite wirke sich eine Erhöhung der Gewerbesteuer und der Einkommensteuer-Beteiligung positiv aus.

Mit 559.400 Euro falle der Vermögenshaushalt dagegen um 46,8 Prozent niedriger als 2012 aus. Größere Investitionen seien für den Bauhof, die Dorferneuerung in Lindau, das Naherholungszentrum, die Außenanlagen in der Schulstraße, den Grunderwerb Rathaus II sowie die Fertigstellung der Bahnübergänge Bayreuther und Berliner Straße notwendig. Erste Mittel für eventuell durchzuführende Maßnahmen am Übergang "Weiherweg" wurden laut Kolenda in die Finanzplanung für 2014 eingestellt.

Der Kämmerer wies darauf hin, dass durch einmalige Ausgaben die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt niedriger als 2012 ausfalle, so dass neben der Mindestzuführung nur eine freie Finanzspanne von 6750 Euro bleibe.

Finanzspanne wird wieder steigen

Der Kämmerer gab sich zuversichtlich, dass diese in den nächsten Jahren wieder steigen wird. Trotzdem sieht er aber auch die Notwendigkeit, gemeindliche Anlagen im Rahmen der Haushaltsgrundsätze auf Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu überprüfen. Eine Kreditaufnahme oder eine Neuverschuldung werde 2013 nicht erforderlich.

Werner Köstner (SPD/WG) lobte die gute Zusammenarbeit im Finanzausschuss, man habe das richtige Zeichen gesetzt. Der Verwaltungshaushalt zeige, dass die Erledigung der Pflichtaufgaben wieder sichergestellt werden könne. "Außerdem ist es wieder gelungen, Mittel für notwendige Investitionen bereitzustellen, die den Ort vorwärts bringen."

Das Zahlenwerk wurde ohne jegliche Diskussion einstimmig genehmigt.