Es sind die Töne des traditionellen, altbekannten Marsches "Herzog von Braunschweig", mit denen das Hauptorchester des Musikvereins Burghaig seinen Auftritt eröffnet. Ein Marsch, der zwar viel gespielt, aber ob seiner vielen Facetten nicht einfach ist. Das Ensemble unter der Leitung von Daniel Richter spielt es kraftvoll und präzise. Auch wenn der Anlass der Aufführung ein trauriger ist. Das im letzten Jahr verstorbene Ehrenmitglied Heinz Konrad hatte sich zu seiner Beisetzung dieses Stück gewünscht. Die Kapelle wollte den Wunsch erfüllen, doch wegen des extrem schlechten Wetters gelang es nicht gut. Nun wurde das im Konzert stilvoll nachgeholt.

Hier wie auch im restlichen Konzert wird deutlich: Der Musikverein kann mehr als nur Marschmusik, ist aber stolz auf seine Wurzeln in der traditionellen Blasmusik. Der Spaß und die Freude an der Musik sind in jedem Ton zu hören. Daniel Richter holt alles aus seinem Orchester raus. Bei "Wiener Bürger", einem Walzer von C.M. Ziehrer, zeigt das Ensemble höchste Präzision und der Leiter vollen Körpereinsatz. Auch Blasmusikklassiker wie "Moments for Morricone" oder "The Lion King" und die eine oder andere Polka - vor allem im Vororchester - erklingen.


Solisten glänzten


Die große Bandbreite an Stücken zeigte sich zum Beispiel bei einem Potpourri mit Themen aus der bekannten Mozart-Oper "Die Zauberflöte". Besonders angenehm dabei: Das Orchester hat es geschafft, die Themen aufzugreifen, ohne den Klang der Oper nachmachen zu wollen. Die Mozart-Motive vom Blasorchester sind authentisch und angenehm zu hören.

Schön auch, dass mehrere Solisten das Konzert bereichern. So zum Beispiel Susi Zrenner und Linda Göppner am Saxofon sowie Toni Hahn und Janina Bleyl an der Klarinette.

Ein besonderes Highlight war das Stück "Silberfäden" in dem Dirigent Daniel Richter selbst zur Trompete griff und bei einem ergreifenden Solo das Publikum begeisterte. Die guten Freundinnen Leonie Ramming und Nadine Ploebsch ließen unter Orchesterbegleitung "Gute Freundschaft" von Ladislav Kubes erklingen. Sie sind vor nur sechs Jahren in die Bläserklasse des Vereins eingetreten und spielen seither Tenorhorn. Seit zwei Jahren sind sie im Hauptorchester und boten, wie auch die anderen Solisten eine hervorragende und souveräne Vorstellung.

Vor dem Hauptorchester durfte das Vororchester auf die Bühne. Rund 15 Jungen und Mädchen spielten Hits wie "Amazing Grace", ein Marsch-Potpourri sowie Film- und Musicalmusik - zum Beispiel "Cabaret". Hierbei überraschte Dirigentin Elke Höhn die Zuhörer indem sie selbst zum Mikrofon griff und den Titel aus dem gleichnamigen Musical sang. Insgesamt ein rundes, sehr gelungenes Konzert, das dem Publikum einen schönen Abend schenkte.