Der Landkreis Kulmbach wird bei seinen Werbeinitiativen in Zukunft verstärkt die Social-Media-Kanäle bedienen. Auslöser war ein Antrag der CSU-Kreistagsfraktion vom Juni 2020. Der Kreistag hatte damals kurzfristig 10 000 Euro bereitgestellt, um in Corona-Zeiten eine Tourismus-Offensive zu starten, um gerade auch mehr Tagestouristen in den Landkreis zu locken.

Mit der Umsetzung der Online-Kampagne wurde die Kulmbacher Agentur dynamic commerce AG (dc) beauftragt, die in der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses auch die ersten Ergebnisse präsentierte.

Alexander Herrmann unterstützt Kampagne für Kulmbacher Land

Lisa Köppel von dc erläuterte, dass man den emotionalen Genuss im Kulmbacher Land herausstellen wollte. Ziel der Kampagne auf Facebook und Instagram sei gewesen, die touristischen Attraktionen in der Region bekannter zu machen, Übernachtungsgäste und Tagesausflügler anzulocken und die Hotellerie und Gastronomie vor Ort zu pushen.

Dabei sei auch eine Videokampagne zum Einsatz gekommen. Lisa Köppel dazu: "Der Fokus lag darauf, die Vorzüge der Region auf eine emotionale, authentische und lebensfrohe Art zu präsentieren." Ansprechen wollte man vor allem die "Middle-Ager", die gerne radfahren, wandern, gut essen und ein Bier trinken wollen und an Kultur interessiert sind. So entstanden Einblicke in das Kulmbacher Land in den Bereiche Genuss, Reise und Erholung.

Zusätzlich hatte man den Wirsberger Sternekoch Alexander Herrmann gewinnen können, der seine Heimat in höchsten Tönen lobte: "Wir im Kulmbacher Land haben alles, was eine Urlaubsregion braucht, Freizeitmöglichkeiten, wunderbare Landschaften, kurze Wege, Kunst und Kultur. Der größte Vorteil ist aber, wir sind nicht überlaufen, sondern wir sind exklusiv und wir sind eine Genussregion."

Lob in höchsten Tönen

Die Zahlen und Fakten stechen nach den Worten von Lisa Köppel hervor. So kam es von August bis September 2020 zu knapp 900 000 Beitragsinteraktionen und 2,1 Millionen Impressionen. In ihrem Ausblick regte sie eine Nachfolge-Kampagne für bestimmte Zielgruppen an. Landrat Klaus Peter Söllner (FW) sprach von einer sehr gelungenen Präsentation, die innerhalb kurzer Zeit "aus dem Boden gestampft" worden sei und eine sehr beachtliche Reichweite aufweise.

Stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann (CSU) dankte für seine Fraktion für die schnelle Umsetzung. "Wir sollten diesen digitalen Weg weitergehen, ich sehe eine große Chance, damit im Tourismus zu punkten." Auch Hans Schwender (FW) lobte die gute Arbeit.

Auf Zustimmung stieß eine Erhöhung der Eigenanteile der Kooperationspartner im europäischen Leader-Kooperationsprojekt "Fränkische Schweiz - Qualitätswanderregion mit starkem Kultur- und Gesundheitsprofil". Für Kulmbach bedeuten das 1057 Euro mehr.

Was bringen Gebietsausschüsse?

Für die Mitgliedschaft in den Gebietsausschüssen Frankenwald, Fichtelgebirge und Fränkische Schweiz sind insgesamt 103 498 Euro eingeplant. Hermann Anselstetter (SPD) bat darum, aufzuzeigen, welche Gegenleistungen der Kreis hierfür jährlich erhält. Der Landrat schlug vor, die Vertreter der Gebietsausschüsse zu einer der nächsten Sitzungen einzuladen.

Letztlich folgte nur Veit Pöhlmann (FDP) nicht der Empfehlung an den Kreistag. Er hatte sich in Zeiten von Corona eine Verdoppelung des Budgets der Wirtschaftsförderung vorgestellt.Rei.