Der Wirsberger lernte bei Bayern Hof das Fußball-Ein-mal-eins. Seit kurzem trainiert er selbst die U19-Jugend der SpVgg.
Der Name Bifano hat in der oberfränkischen Fußballszene seit vielen Jahren einen hervorragenden Ruf. Dafür sorgte in erster Linie Fulvio Bifano als Fußballer und Trainer. Aber auch Elia (16), der jüngste Spross der Fußballerfamilie Bifano, macht mittlerweile auf sich aufmerksam.
Ein beeindruckender Einstand
In der Nachfolge von Christopher Klaszka sind die Verantwortlichen mit dem 53-jährigen Fulvio Bifano schnell handelseinig geworden. Nachdem Bifano bereits vor zwei Jahren die A-Junioren unter seinen Fittichen hatte und als letztjähriger B-Jugendcoach die Burschen alle kannte, war er erste Wahl.
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Bifano: "Nachdem ich von dem neuen Konzept gehört hatte, musste ich nicht lange überlegen." Und der Einstand des sympathischen Sportsmannes konnte sich sehen lassen: Derzeit stehen die U19-Junioren in der Landesliga auf Platz 5.
Elia Bifano wechselte im Sommer 2015 von Hof zum FC Nürnberg und mit ihm auch zwei hoffnungsvolle Nachwuchstalente aus Kulmbach: Lukas Besczynski und Dominik Meisel. Ihm war aber klar, dass es schwierig werden würde, Schule und Fußball unter einen Hut zu bringen. "Ich hatte schon meine Bedenken, aber ich wollte es einfach einmal probieren. Die Chance zum Club zu gehen, bekommt man nicht oft im Leben", sagt der 16-Jährige.
Doch Schule und Fußball ließen sich nicht unter einen Hut bringen, der Nachtmittagsunterricht stand den Trainingseinheiten im Weg.
Für den Vater war klar: "Wenn du dort nicht ständig beim Training präsent sein kannst, hast du keine Chance." Anfang Dezember warf Elia das Handtuch und wechselte zurück nach Hof.
Dort spielt er nun in der U19, die sein Vater trainiert. Dass Elia mit seinen 16 Jahren bereits U19 spielt, ist ungewöhnlich, doch der Vater schränkt ein: "Es gibt auch noch andere Jungs aus seinem Jahrgang, die in der U19 spielen." Für seine Entwicklung sei es aber gut, denn "in Hof ist es so, dass die U19 eng an die erste Mannschaft herangeführt werden soll".
Rückkehr in die Heimat
Mit dem Vater zu trainieren, ist für Elia kein Problem: "Es macht Spaß, er baut das Training gut auf." Als Fußballer hat Elia, der im zentralen Mittelfeld seine Stärken hat, seinen Vater nicht mehr spielen gesehen: "Aber ich habe mir sagen lassen, dass er gut war."
Fulvio Bifano ist in Rehau
geboren und das Fußball-Ein-mal-eins lernte er in Hof auf der Straße und später bei der Viktoria. Mit 15 Jahren wechselte er zu Bayern Hof in den Nachwuchsbereich, spielte danach bei der SpVgg Bayreuth, dem VfB Helmbrechts, stieg später mit den Hofern von der Landesliga in die Bayernliga auf und spielte auch beim TSV Trebgast in der Landesliga.
1993 begann für Bifano die Trainerlaufbahn - er führte den ASV Marktschorgast bis in die Spitzengruppe der Bezirksoberliga. Nach zehn erfolgreichen Jahren beim ASV folgten fünf Jahre als Trainer beim TSV Bad Berneck. Eigentlich wollte Bifano, der bei den Textilwerken Kneitz als Prokurist für den Vertrieb tätig ist, eine schöpferische Pause einlegen, doch es kam anders: Bei einem Stützpunkttraining kam der Jugendkoordinator der SpVgg Bayern Hof, Henrik Schödel, auf Bifano zu, und bat ihm den Posten als Trainer im Nachwuchsleistungszentrum an.
"Die Jugendarbeit war dann im Vergleich, was ich vorher kannte, eine dankbare Aufgabe, denn in den jüngeren Jahrgängen muss man sich keine Gedanken machen, ob sie zum Training kommen oder nicht - sie sind einfach da. Und wenn sie merken, dass der Trainer mit Leidenschaft dabei ist, dann bekommst du die Jungs nicht mehr los."