Nutznießer war Seiter, der mit dem ersten Schuss aufs Tor zum 1:0 traf. Von den Gästen ging bis dahin keine Gefahr aus - und dennoch gingen sie mit einem 1:1 in die Pause. Einen Freistoß aus dem Halbfeld verlängerte Carsten Hahn quasi mit dem Pausenpfiff ins eigene Tor. Der verletzte Bastian Horter erkannte zurecht: "Der Treffer fiel aus dem Nichts."
Pfosten rettet für den TSV
Der Druck lag in der zweiten Halbzeit wieder bei den Neudrossenfeldern. Die Gäste nahmen mehr am Spiel teil und hatten in der 63. Minute schon den Torschrei auf den Lippen. Marco Amling chippte den Ball von der Strafraumgrenze an den linken Innenpfosten. "Die Situation hätte das Spiel kippen können", waren sich Taschner und sein Trainerkollege auf der anderen Seite, Jakob Karches, nach dem Spiel einig. Und Taschner ergänzte: "Da hatten wir Glück."
So war es das wichtige Warnsignal für die Grün-Weißen. Taschner trieb sein Team lautstark von außen an. Mit Erfolg: Der eingewechselte Nico Boog spielte Julian Pötzinger im Strafraum frei, der nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Für FC-Trainer Karches eine diskutable Entscheidung. Er räumte aber ein, dass "die Neudrossenfelder in den entscheidenden Situationen abgezockter waren". Den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte unten links.
Die Chance zur Entscheidung vergab Peeters acht Minuten vor dem Ende, als er aus halblinker Position zu hoch zielte. Zittern mussten die Grün-Weißen nicht mehr. Die Mittelfranken dezimierten sich selbst. Kevin Rockwell musste nach überhartem Einsteigen gegen TSV-Torwart Gianluca Mehlhorn vorzeitig vom Platz. Einen gefährlichen Torschuss gaben sie danach nicht mehr ab.
"Das Ergebnis war hart erkämpft", sagte Taschner, der im Hinblick auf die Partie bei Quelle Fürth am nächsten Samstag noch Steigerungspotenzial sieht. "Mit unserer Dreierkette haben wir uns defensiv schwer getan, gerade im Eins-gegen-eins. Im Spielaufbau war es ganz ordentlich, aber vor allem das Spiel durch die Mitte ist noch ausbaufähig."
Statistik des Spiels
TSV Neudrossenfeld: Mehlhorn - Möckel, Gareis, Hahn, Habel, Seiter, Böhmer, Pauli (73. Engelhardt), Golling (73. Boog), Pötzinger, Kolb (58. Peeters)
FC Herzogenaurach: Peter - Rahe, Karches, Staniszewski (80. Dörrich), Schmitt, Amling, Stübing, Rockwell, Thomann, Spielmann, Jassmann (73. Ronneburg)
Schiedsrichter: Scharf (TV Nabburg)
Zuschauer: 165
Tore: 1:0 Seiter (33.), 1:1 Hahn (45.+2, Eigentor), 2:1 Pötzinger (76., Elfmeter)
Rote Karte: Rockwell (83., Herzogenaurach, grobes Foulspiel)