Als Titelverteidiger ist der Kirchleuser Christopher Haase beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring an den Start gegangen. Aus der angestrebten Titelverteidigung ist aber nichts geworden. Haases neue Mannschaft, das belgische WRT-Racing-Team, ist mit einem Audi R8 LMS ultra zweimal verunglückt, konnte das Rennen, das von starken Regenfällen begleitet wurde, nicht beenden.

Eines der härtesten Rennen

2012 hatte Haase das Rennen am Nürburgring, das neben Le Mans zum härtesten und wichtigsten 24-Stunden-Rennen der Welt gehört, im Audi Sport Team Phoenix mit Marc Basseng, Christopher Haase, Frank Stippler und Markus Winkelhock gewonnen.
2013 ist er für das belgische WRT-Racing-Team gefahren, mit dem er im vergangenen Jahr die Blancpain-Endurance-Series gewonnen hatte.

Die junge Fahrertruppe um Edward Sandström, Laurens Vanthoor, Christopher Mies und Christopher Haase ist im Audi R8 LMS ultra an den Start gegangen. Im Freien Training lief es recht gut. "Wir waren immer in den Top Ten, haben das Freie Training sogar als Zweiter beendet", sagt der Kirchleuser, der mit seinem Team dann in der Quali auf Rang 10 landete. "Das war für uns eine sehr gut Ausgangsposition für das Rennen. Bei unserem Sieg 2012 sind wir als 13. gestartet."

Die perfekte Strategie

Im Rennen selbst saß sein Teamkollege Christopher Mies als Erster im Cockpit. Er kam nach 2:20 Stunden zum Fahrerwechsel in die Box. "In der ersten Runde haben wir einige Plätze verloren, da mein Teamkollege vom Öl auf der Strecke überrascht wurde und einige Wagen vorbei lassen musste", berichtet Christopher Haase. Beim Boxenstopp war das WRT-Racing-Team aber schon wieder in den Top Ten. "Dann kam mein Abschnitt, der sehr gut lief. Wir konnten kontinuierlich aufholen und Plätze gut machen", teilt der Kirchleuser mit. Als es plötzlich zu regnen begonnen hat, habe die Mannschaft eine perfekte Strategie gewählt, die sie auf Platz 4 gebracht habe.

"Auf Siegkurs"

"Von nun an waren wir auf Gesamtsiegkurs. Meinen zweiten Part habe ich dann unter monsunartigem Regen gut beenden können. Das war wirklich eine große Herausforderung, bei so einem Wetter fehlerfrei durchzukommen." Nach seiner Fahrzeit von 2:20 Stunden hat Laurens Vanthoor das Steuer übernommen. Der starke Regen hat angehalten. "Nach etwa drei Runden hat Laurens am Streckenabschnitt Flugplatz wegen Aquaplaning einen Unfall gehabt. Wir waren froh, dass er das Auto noch zurück in Box bringen konnte."

Das Team hatte auch Glück, dass in dieser Runde das Rennen wegen Nebel und starken Regens unterbrochen wurde. "Dadurch konnten die Mechaniker das Auto reparieren." Christopher Haase und seine Teamkollegen haben lange auf den Neustart gewartet. D

Das Aus

Das Rennen wurde gegen 22.30 Uhr unterbrochen. "Erst am nächsten Tag um 8 Uhr erfolgte der Neustart".
Da lief es zunächst recht gut für das belgische WRT-Racing-Team, bis Laurens Vanthoor ein weiterer Unfall ereilt hat. Haase: "Nach wie vor war es sehr regnerisch. Nachdem ein Fahrzeug Öl im Streckenabschnitt Bergwerk verloren hatte, ist Laurens in die Streckenbegrenzung gekracht. Leider wurde das Auto dadurch so zerstört, dass wir am Rennen nicht mehr teilnehmen konnten."

Ein neuer Versuch

Der Kirchleuser spricht von einem "sehr schwierigen Rennen". "Wir fahren am Limit, und wenn da nur eine winzige Sache dazwischen kommt, war es das eben." Das Glück war diesmal nicht auf der Seite seines Teams. "Aber 2014 werden wir es erneut versuchen", sagt ein kämpferischer Christopher Haase, der 2013 Mercedes zum Doppelsieg gratuliert.