Es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis die ersten Baufahrzeuge anrücken und mit den Abrissarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Spinnerei beginnen. Zahlreiche Gebäude sollen weichen. Eine Sanierung lohnt sich nicht.

"Im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs und unter Einbeziehung des Denkmalschutzes wurde entschieden, was erhalten bleibt und was nicht", blickt Bürgermeister Robert Bosch (CSU) auf die vergangenen Monate und Jahre zurück, in denen sich Gemeinde und Bürger intensiv mit der Entwicklung des Geländes auseinandergesetzt haben.

"Der Auftrag für die Abrissarbeiten hätte eigentlich schon in der März-Gemeinderatssitzung vergeben werden sollen", erklärt Bosch. Doch die fiel wegen Corona aus.

Der Bürgermeister weist zudem darauf hin, dass es sich bei dem Auftrag um den ersten von zwei Abschnitten handelt - um die östliche Hälfte des Areals, die die zu großen Teilen freigeräumt wird. Dabei handelt es sich um den Bereich rechts des Haupteingangs an der Spinnereistraße.

Der zweite Abschnitt ist nach den Worten von Bosch aufwendiger, weil ein Teil der Gebäude weiter genutzt werden soll und Hallen nur teilweise abgebrochen werden.

"Diese Anlagen sind Teil des Kulturkonzepts und sollen langfristig erhalten und genutzt werden." Für Robert Bosch ist ein guter Mittelweg zwischen Erhalt und Erneuerung gefunden worden.

Auf dem Geländeteil, auf dem jetzt der Abriss erfolgen soll, sind in erster Linie die Schaffung eines Parks sowie ein gewerblicher Bereich vorgesehen. "Wir bemühen uns um eine Einzelhandelslösung, aber es ist noch nichts spruchreif", erklärt Bürgermeister Bosch.

Bei dem Abriss handelt es sich um einen der größten Einzelaufträge der Gemeinde. Allein für diesen ersten Teil der Arbeiten waren laut Kostenschätzung 5,5 Millionen Euro vorgesehen. "Wir liegen bei den Angeboten aber deutlich besser", so der Bürgermeister. Bosch geht davon aus, dass die Abrissfirma trotz Corona-Krise ans Werk gehen kann.