Kulmbach
Personalie

Simon Moritz (SPD) wird Referent von Herny Schramm (CSU)

Der SPD-Stadt- und Kreisrat Simon Moritz arbeitet künftig als persönlicher Referent für den CSU-Bezirkstagspräsidenten Henry Schramm.
SPD-Mann Simon Moritz arbeitet künftig für Bezirkstagspräsident Henry Schramm (CSU). Foto: Archiv/Matthias Hoch
SPD-Mann Simon Moritz arbeitet künftig für Bezirkstagspräsident Henry Schramm (CSU). Foto: Archiv/Matthias Hoch
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Die Meldung ließ aufhorchen: Simon Moritz wird ab 1. Juli persönlicher Referent von Bezirkstagspräsident Henry Schramm. Die Besetzung hat mit Blick auf den parteipolitischen Hintergrund der Beteiligten eine gewisse Brisanz: Henry Schramm, Kulmbacher Ex-OB, ist seit vielen Jahren eine feste Größe in der CSU, Simon Moritz ein bekannter Name der SPD; zuletzt war er im September der örtliche Bundestagskandidat der SPD.

Ob die unterschiedliche Färbung in der Wolle ein Problem darstellt? "Überhaupt nicht", stellt Henry Schramm unmissverständlich klar. "Ich habe bei einer Einstellung noch nie nach der Parteizugehörigkeit gefragt." Ausschlaggebend seien für ihn ausschließlich die fachliche Eignung und "dass mein persönlicher Referent menschlich zu mir passt". Beide Voraussetzungen habe Simon Moritz erfüllt, er sei aufgrund seiner Ausbildung, Erfahrung und Kompetenz der beste Kandidat in einem sehr engen Bewerberfeld gewesen.

Nur positive Reaktionen

Auf die Personalentscheidung, die nicht er alleine sondern ein Gremium getroffen hat, habe es durchweg positive Reaktionen gegeben. "Respekt und Anerkennung dafür, dass man über den eigenen Tellerrand blicken kann." Die Stelle des persönlichen Referenten ist übrigens schon immer im Stellenplan des Bezirks vorhanden und wurde nur länger nicht besetzt. Aufgrund der stetigen Aufgabenmehrung sei dies nun aber notwendig geworden.

Simon Moritz hat am Tag vor seinem 38. Geburtstag den Vertrag unterzeichnet. Er habe sich in einem "ganz normalen öffentlichen Auswahlverfahren" darum beworben. "Ich kann verstehen, wenn auf die besondere parteipolitische Konstellation geschaut wird. Persönlich habe ich die Entscheidung aus rein beruflichen Erwägungen heraus getroffen." Die Aufgaben, die der Bezirk zu stemmen hat, deckten sich im Wesentlichen mit seinen Fachkenntnissen. Es seien viele Projekte zu führen und Einrichtungen zu unterhalten, damit ist ein hohes Arbeitsaufkommen verbunden. Dafür sieht sich der Diplom-Politologe, der zuletzt in der Erwachsenenbildung tätig war, gut gerüstet.

Er habe mit beiden Fraktionen gesprochen, so der SPD-Stadt- und Kreisrat. "Ich habe meinen Mitstreitern in der SPD versichert, man muss keinerlei Bedenken haben, was die weitere vertrauliche Zusammenarbeit angeht, und auch an meinem politischen Engagement wird sich nichts ändern." Eine kritische Überschneidung sieht er nicht. "Der Bezirk steht als dritte kommunale Ebene in keinerlei Spannungsverhältnis zu den Kommunen. Ich würde es eher so sehen: Der Präsident und ich können parteiübergreifend kooperieren."