Große Events wie Konzerte, Theateraufführungen oder auch Messen können nicht abgehalten werden, neben Musikern, Darstellern und Ausstellern bluten beispielsweise auch die Licht- und Bühnentechniker. Eine Pleitewelle droht, zigtausende Arbeitsplätze sind in Gefahr, und was macht das Bundeswirtschaftsministerium? Es wirbt auf seiner Facebook-Seite inmitten der Pandemie für den "zukunftsträchtigen" (????) Job der Fachkraft für Veranstaltungstechnik. Welche Geräte muss man bedienen, wann wird welcher Scheinwerfer, welcher Beamer, welcher Lautsprecher benutzt?

Antworten darauf gibt ein Experte, der im Veranstaltungsbereich des

"Schallende Ohrfeige"

Bundeswirtschaftsministeriums arbeitet und offenbar auch in der Krise noch mächtig zu tun hat.

Anders als viele seiner Kollegen in der freien Wirtschaft, und so wundert es nicht, dass sich das Bundesministerium mit dem Beitrag den Zorn einer Branche zuzieht, die unter Corona leidet wie kaum eine andere. Von einer "schallenden Ohrfeige" ist die Rede, von "purer Frechheit und Verhöhnung".

"Jeder sollte sich bewerben"

Ein Veranstaltungstechniker aus Kulmbach übt sich unter dem Facebook-Beitrag in Sarkasmus: "Ich finde, da sollte jeder, der gerade nicht so viel zu tun hat, mal 'ne Initiativbewerbung hinschicken." Denn, so schreibt er: "Die haben ja mit dem dumme Witze machen angefangen." Zum Lachen ist ihm nicht zumute. Für ihn, den Technik begeistert, ist zurzeit nicht viel zu tun. Alexander Hartmann