2015 war ein sehr gutes Jahr für die Raiffeisenbank Oberland. Das teilte Vorstandsvorsitzender Ralph Goller in seinem Geschäftsbericht mit, den er am Freitagabend bei der mit 500 Personen sehr gut besuchten Generalversammlung in der Frankenwaldhalle Grafengehaig gab.


Trotz Eurokrise

Trotz Eurokrise, verschärfter aufsichtsratsrechtlicher Vorschriften sowie anhaltender Niedrigzinsphase konnte er von einem überdurchschnittlichen Wachstum berichten.Die Genossenschaftsbank schüttet wieder eine Dividende von 5,5 Prozent aus, die um rund fünf Prozent über einer vergleichbaren Anlage an Geld- und Kapitalmärkten liegt. "Diese Dividende stellt auch im Vergleich mit anderen Banken keine Selbstverständlichkeit dar", betonte er.


Höhere Bilanzsumme

Die Bilanzsumme wuchs um 4,5 Prozent oder fünf Millionen Euro auf 114,4 Millionen Euro. Die bilanzwirksamen Kundengelder stiegen um 7,30 Prozent auf rund 96,3 Millionen Euro. Das gesamte von der Raiffeisenbank betreute Kundenvolumen beläuft sich auf 186 Millionen Euro, was einen Zuwachs von 8,2 Prozent bedeutet. Nach Abzug aller Tilgungen ist es laut Goller gelungen, durch Neuausreichungen und Verlängerungen im Kreditgeschäft einen Zuwachs von 12,8 Prozent oder 4,4 Millionen Euro zu erreichen. Damit beträgt das Gesamtkreditvolumen 39 Millionen Euro.


3193 Teilhaber

Auch mit dem Plus der Verbundpartner Bausparkasse Schwäbisch und der R+V-Versicherung zeigte sich der Vorstandsvorsitzende zufrieden. Mit 120 neuen Mitglieder ist die Anzahl der Teilhaber zum Jahresende 2015 auf 3193 gestiegen. "Damit sind wir die größte Gemeinschaftsorganisation im Oberland", sagte Goller. Mit 32 qualifizierten Mitarbeitern in den Geschäftsstellen biete die Raiffeisenbank eine vertrauensvolle, kompetente und bedarfsorientierte Beratung vor Ort. Trotz Investitionen ins Geschäftsstellen-Netz in Höhe von 100 000 Euro sei ein Betriebsergebnis von einem Prozent der Bilanzsumme erwirtschaftet worden, was Zuweisungen in die Rücklagen und Stärkung des Eigenkapitals erlaube.


"Klares Bekenntnis"

Die Investitionen seien als klares Bekenntnis zum Standort Oberland. "Wir machen unser Geschäftsstellen-Netz weiter wettbewerbsfähig und haben keinen Investitionsstau, wo andere Banken und Wettbewerber ihr Filialnetz reduzieren, um damit Kosten zu sparen und die sich so immer weiter aus der Region entfernen." Goller rechnet auch im laufenden Geschäftsjahr mit einer guten Ertragssituation. Er verwies darauf, dass die Bank über die Zweckerträge der Gewinnspareinrichtung in den letzten fünf Jahren 80 000 Euro Spenden an Vereine und sonstige Institutionen ausgereicht habe.

Vorstand Peter Girndt referierte über die konjunkturelle Entwicklung und günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Es sei weiter von einer hohen Arbeitskräfte-Nachfrage auszugehen, das niedrige Zinsniveau werde noch für längere Zeit bleiben. 80 Prozent der Spareinlagen in Deutschland lägen bei genossenschaftlichen Banken und Sparkassen. Aufsichtsvorsitzender Frank Wunner teilte mit, dass das Gremium den Jahresabschluss, Lagebericht und die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung befürwortet.


"Entwicklung beeindruckt"

"Die Entwicklung ihrer Bank beeindruckt, und ich gratuliere im Namen der Genossenschaftsverbandes Bayern zum guten Jahresabschluss 2015. Das geht nur mit einer so gut motivierten Mannschaft", sagte Oberrevisor Hans Günther Kaiser. Mit der Dividende von 5,5 Prozent sei die Raiffeisenbank in Oberfranken an der Spitze.
Bei der Wahl zum Aufsichtsrat wurde für den nach 33 Jahren ausscheidenden Marktleugaster Hans Schramm einstimmig Josef Löffler aus Marktleugast-Ziegelhütte ins Gremium gewählt. Ralph Goller bedankte sich bei Schramm für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Oberrevisor Hans Günther Kaiser zeichnete Schramm mit einer Ehrenurkunde des Genossenschaftsverbandes aus.

Grafengehaigs Bürgermeister Werner Burger sieht in der Raiffeisenbank Oberland einen "Leuchtturm für die Region".