Bei der Kommunalwahl am 16. März hatte keiner der angetretenen Kandidaten aus Schwarzach den Sprung ins Gemeindeparlament geschafft. 136 wahlberechtigte Bürger hatten daraufhin die Wahl eines Ortssprechers beantragt.
Über 30 interessierte Bürger waren der Einladung zur Wahlveranstaltung gefolgt. Bürgermeister Dieter Adam (FW) ging auf die Aufgaben eines Ortssprechers ein. Das Amt sei ebenso wichtig wie das eines Gemeinderates mit dem Unterschied, dass Ortsprecher kein Stimmrecht in den Sitzungen haben.
Nachdem er im Einzelnen die Formalien des Wahlvorganges erläutert hatte, eröffnete Adam die Wahlhandlung. Katrin Forster schlug Bettina Seliger zur Wahl vor. Diese stellte sich kurz vor. "1960 als Bettina Escher in Wernstein geboren, war ich lange Jahre zunächst im Stadtbauamt Amberg und anschließend als selbstständige Architektin in Nürnberg tätig.
Nunmehr bin ich in einem Unternehmen für Beratung und Management für regionale Stadtentwicklung tätig. In meinem Beruf habe ich viel mit Kommunen zu tun und kenne deren Probleme."
Sie bewerbe sich um das Amt, weil sie zwar lange auswärts tätig gewesen, ihre Verbindung zur Heimat aber stets sehr eng geblieben sei. "Nunmehr wohne ich seit geraumer Zeit in Schwarzach und möchte mich auf Grund meiner beruflichen Kenntnisse und aus meiner Heimatverbundenheit heraus um das Amt der Ortssprecherin bewerben."
Nachdem kein Gegenkandidat benannt wurde, gaben die Wahlberechtigten ihre Stimmzettel ab. Ihr Mut und ihre klare Aussage zu ihrer Kandidatur, brachte für die 54-Jährige ein klares und stolzes Ergebnis. Von 29 abgegebenen Stimmen entfielen 26 auf Bettina Seliger, was mit starkem Applaus und Bravo-Rufen bedacht wurde.
Im anschließenden Gespräch stellte die neue Ortssprecherin fest, dass sie mit ganzer Kraft versuchen werde, den Wünschen der Bürger Nachdruck zu verleihen, um das in sie gesetzte Vertrauen nicht zu enttäuschen. "Ich freue mich auf das neue Amt und bin gerne Ansprech-partner für alle. Ich möchte vor Ort tätig sein, mich einbringen, neue Menschen kennen lernen und meine Heimatverbundenheit und mein Heimatgefühl mit diesen teilen."