Oh du fröhliche Weihnachtskleckerei

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Beim Plätzchen backen mit Kindern darf man sich als Mama vom Perfektionismus verabschieden. Foto: Benjamin Nolte/dpa-magazin
Beim Plätzchen backen mit Kindern  darf man sich als Mama  vom Perfektionismus verabschieden. Foto: Benjamin Nolte/dpa-magazin

Beim Plätzchenbacken mit Kindern muss man vor allem eines sein: tolerant. Und geduldig. Und absolut putzfreudig.

Plätzchen backen mit Kindern. Schon immer habe ich es geliebt und es gehört zur Vorweihnachtszeit einfach dazu. Aber warum tun wir Mamis uns das eigentlich Jahr für Jahr an?

Der rohe Teig ist überall verteilt und tritt sich am Küchenboden fest, die bunten Zuckerstreusel kullern durchs ganze Haus, denn das Kind verziert nach der Devise: Je mehr Deko, desto besser.

Dass man im Anschluss die Plätzchen unter der Zuckerstreuselschicht nur noch erahnen kann, findet er ziemlich amüsant. Die Kuvertüre hingegen ziert nicht nur die Mürbeteigsternchen, sondern auch die Schranktüren der Küche und die Stuhlkissen im Esszimmer. Die Marmelade für die Spitzbuben klebt nicht nur an den kleinen Patschehändchen, sondern auch auf dem Fell des Familienhundes, der sie wiederum mit Genuss davon abschleckt.

Im Hintergrund trällert Rolf Zuckowski zum hundertsten Mal, dass es in der Weihnachtsbäckerei so manche Leckerei gibt, aber von den Putzarbeiten im Anschluss verliert er keine Silbe.

Um ehrlich zu sein, gibt es mit Sicherheit harmonischere und entspanntere Mama-Kind-Aktionen in der Adventszeit. Doch auch wenn die Küche nach dem Backmarathon eine Generalsanierung nötig hat: Der herrliche Duft im Haus, die gemeinsame Zeit als Familie und das stolze Strahlen des Juniors, wenn er seine perfekt unperfekten Plätzchen das erste Mal kostet, lassen einen den Stress der Putz- und Aufräumarbeiten schnell wieder vergessen.

Was man von Rolf Zuckowskis Lied leider nicht behaupten kann...