Jetzt sehe ich sie wieder, meine Kollegen, die ich im vergangenen Jahr fast nur auf dem Bildschirm zu Gesicht bekommen habe. Digital wurde kommuniziert, per Microsoft-Teams, per E-Mail , gelegentlich aber auch über das gute alte Telefon, das in der internen Kommunikation irgendwie aus der Mode gekommen scheint.

Teeküche statt Terrasse

Seit Anfang Juli ist die Homeoffice-Zeit vorbei. Auch unsere Redaktion ist ins Büro zurückgekehrt. Das hat Vorteile, finde ich, aber auch Nachteile. Die Ruhe im eigenen, provisorisch eingerichteten Büro - ich vermisse sie in Momenten, in denen ich mich vom Tastaturengeklapper und der doch allgemeinen Unruhe im Großraumbüro gestört fühle. Und den Kaffee in der Pause auf der eigenen Terrasse zu trinken, hat zugegeben doch mehr Charme als die kurze Auszeit in der Teeküche.

Kein Einsiedler mehr

Wie viele Beschäftigte in Krankenhäusern, Supermärkten, Pflegeheimen oder auch öffentlichen Verwaltungen, für die Homeoffice nie möglich war, pendle jetzt auch ich wieder tagtäglich zum Arbeitsplatz. Dort gibt es aber natürlich auch Erfreuliches. Man hat ihn wieder, den persönlichen Kontakt zu den Kollegen, und die direkte Kommunikation tut gut nach einer Zeit, in der viele zum Einsiedler geworden sind.

Was wohl kommt?

Wie lange die Office-Zeit oder der Wechsel zwischen Heim- und Büroarbeit fortbestehen werden? Ich bin da mal gespannt. Nach der Alpha-, Beta- und der Delta-Variante könnte da noch Einiges auf uns zukommen. Das griechische Alphabet hat mit Buchstaben Sigma, Ypsilon und Omega ja noch viel zu bieten