Was isst du denn dann überhaupt noch?" oder "Wie, du isst kein Fleisch mehr?" Solche Sätze fliegen mir seit gut einem halben Jahr ständig um die Ohren, wenn meine Mitmenschen erfahren, dass ich kein Fleisch und größtenteils auch keine tierischen Erzeugnisse mehr esse.

Noch größer werden die Augen, wenn ich ergänze, dass mein Mann ebenfalls dem Fleischkonsum abgeschworen hat. Ein Mann ohne blutiges Steak auf dem Teller? Kartoffelsuppe ohne Würstchen? Ein Sonntag ohne Sauerbraten? Für viele undenkbar!

Was folgt ist meist eine hitzige Diskussion über unser Essverhalten, bei der plötzlich jeder zum unangefochtenen Ernährungsexperten und Evolutionstheoretiker wird. Dabei kann die fleischlose Küche so vielfältig sein, wenn man seine Gewohnheiten mal über Bord wirft. Denn was uns schmeckt wird teilweise von unseren Genen bestimmt, der Rest ist reine Gewohnheitssache.

Und nein: Auf unseren Tellern landen nicht nur noch Gras und Steine! Sind wir mal ehrlich: Ein bisschen mehr Experimentierfreude in der Küche hat noch niemanden geschadet und schon oft neue Lieblingsgerichte hervorgebracht.

Dazu kann ich meist nur eines sagen: Leben und leben lassen. Das gilt für Mensch und Tier.