Wenn die Lehenthaler Wehrleute in den letzten 35 Jahren ausrückten, brauchten sie immer eine Zugmaschine, an die sie den kleinen roten Anhänger kuppelten. "Aber die Zugmaschine ist in die Jahre gekommen, der Anhänger auch. Das war nicht mehr zeitgemäß", sagte Oberbürgermeister Henry Schramm. Er freute sich, der Wehr ein modernes Fahrzeug mit adäquater technischer Ausstattung überreichen zu dürfen.

Freudestrahlend nahm Kommandant Thomas Michel vom OB den Autoschlüssel entgegen. Ganz Lehenthal war bei der Übergabe des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs auf den Beinen. Das so genannte DoKa-Fahrzeug mit Mercedes-Doppelkabine und Aufbau hat als Besonderheit 500 Meter B-Schläuche an Bord. Damit kann der Erstangriff jetzt auch über längere Distanzen sehr gut gemeistert werden, freute sich Thomas Michel. Bislang waren die Lehenthaler oft auf andere Schlauchwagen angewiesen.

Das schmucke Fahrzeug ist zudem mit einem Stromerzeuger, mit LED-Flutlichtstrahler samt Stativ sowie mit Motorsäge, Elektrotauchpumpe und Industriesauger bestückt. Insgesamt hat es 90.000 Euro gekostet, wie die zuständige Sachbearbeiterin der Stadt, Daniela Batzer, erläuterte. Für die Sonderwünsche kommt die Wehr übrigens selbst auf, auch werden noch 19.000 Euro staatliche Zuschüsse erwartet.

"Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr leisten Dienst am Menschen. Sie löschen nicht nur Brände, sondern helfen in allen Situationen, bei Unfällen, bei Katastrophen", hatte Pfarrerin Diana Eschrich-Skoda den ehrenamtlich Tätigen im vorangegangenen Gottesdienst größten Respekt gezollt. "Wir könnten das, was die Feuerwehrleute und die anderen Rettungskräfte ehrenamtlich leisten, nicht bezahlen", betonte auch Oberbürgermeister Henry Schramm. Seit 2007 seien in der Stadt Kulmbach 3,5 Millionen Euro in die Hand genommen worden, um die Wehren auszustatten.

Auch Kreisbrandrat Stefan Härtlein stellte die Bedeutung der Feuerwehr für die Allgemeinheit heraus.
Zur Lehenthaler Wehr gehören aktuell 18 aktive. 30 passive und zehn Ehrenmitglieder. Doch wenn es darum geht, etwas auf die Beine zu stellen, packt das ganze Dorf mit an.

Im nächsten Jahr strebt die Lehenthaler Wehr schon das nächste Projekt an: Das Feuerwehrhaus soll in Eigenregie sanieren werden.