Die Erwartungen, die Organisator Manfred Rodler vom SV Grafengehaig mit seinem Team in die zweiten LQN-Spiele gesetzt hatte, wurden weit übertroffen. "Wir haben am ersten Tag die Spiele draußen durchgezogen, obwohl es immer mal wieder geregnet hat. Und am zweiten Tag hatten wir mehr Glück. Wir können wirklich zufrieden sein", zieht Rodler Bilanz. Seine Erwartungen von 100 bis 150 Zuschauern hatten sich bei weitem erfüllt.
Im Mittelpunkt stand wieder der Spaß - bei den Großen wie bei den Kleinen. Die Strategie, wie man sich als Mannschaft präsentiert, waren ganz unterschiedlich. So wollte die Feuerwehrjugend Mannsflur nichts dem Zufall überlassen und hatte heimlich mit dem Bobbycar geübt, verriet Tamara Schott (11).

"Nein, wir haben nicht geübt. Wir machen einfach so mit", hielt Josef Fürst (8) von den Hohenberger Ministranten dagegen. Doch Josef flog förmlich durch den Parcours. Während sein Gegner gerade mal die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatte, konnte er schon das Bobbycar an den nächsten Starter übergeben. Ihre Superzeit rettete sie in der Gesamtwertung auf den dritten Platz. Denn die HohenMinistranten lagen zwar punktemäßig mit der JFG Oberland gleichauf, doch sie hatten eben eine Sekunde Vorsprung.

Sieger auf der ganzen Linie

Den Sieg auf ganzer Linie verbuchten die Naturkids aus Grafengehaig. Und so nebenbei lebten sie auch noch Integration der schönsten Art. Denn in der Mannschaft waren einige der Asylbewerber-Kids aus Tschetschenien mit von der Partie. Sowohl der neun Jahre alte Ferhat Gadhi als auch sein Bruder Ramsan verhalfen den Grafengehaigern zum Sieg.

Um den Spaß ging es auch bei den Erwachsenen. Der am Samstag immer wieder einsetzende Nieselregen machte den Mannschaften scheinbar nichts aus, alle kämpften bis zum Umfallen.

Zehn Erwachsenenteams stellten sich den vier Disziplinen Fliegender Teppich, Bierkastenstaffel, Schlauchspiel und Schubkarrenrennen. Bei der Siegerehrung jubelte das Grafengehaiger Team "Ejakulat der besonderen Art" am lautesten. Mit 63 Punkten ließen die Frauen und Männer um Timo und Nico Rothert nichts anbrennen und holten sich den Wanderpokal.

Das Nachsehen hatte die Feuerwehr Eppenreuth, die sich bei 56 Punkten mit dem zweiten Rang begnügen mussten. Rang drei belegten die "Gletscherpiraten" aus Walberngrün mit 53 Punkten.

Der Sieger der 1. LQN-Spiele 2010, die Feuerwehr Schlockenau, kam nur auf 46 Punkte und musste diesmal mit dem vierten Platz Vorlieb nehmen. Die weiteren Ränge belegten die Teams VfR Neuensorg (30), Bad Taste (30), FC Hohenberg (27), Promi-Mannschaft (25), SV Grafengehaig (23) und TTC Stammbach (14).

Spielleiter Thomas Rodler ließ sich bei den Wertungen nicht aus der Ruhe bringen. Immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hatten die beiden Moderatoren Benjamin Ölschlegel und Jan Kirschenlohr. Für die sanitätsdienstliche Betreuung trug das BRK Gösmes-Walberngrün Sorge.

Bestens organisiert

Der Schirmherr des Spektakels, Landrat Klaus Peter Söllner, freute sich über die vom Sportverein bestens organisierten Spiele, die trotz schwierigster Bedingungen auf dem Rasenplatz über die Bühne gingen, und dankte den 50 Helfern .

"Wir stärken mit LQN unsere Oberlandregion. Und wir machen weiter", sagte der LQN-Vorsitzende und stellvertretende Marktleugaster Bürgermeister Hermann Dörfler.

Grafengehaigs Bürgermeister Werner Burger dankte allen Teams für das Mitmachen, SV-Vorsitzender Manfred Rodler dankte besonders den Sponsoren.