Lauf- und Gehtraining statt Videokonferenz, physiotherapeutische Behandlung statt Besprechung mit den Referenten, Massagen statt Stadtratssitzung: Im ersten Monat des neuen Jahres bewegt sich Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) auf ungewohntem Terrain. Nach seiner Knie-OP schuftet der Kulmbacher OB in der Reha für die Rückkehr ins Rathaus. "Mir geht es von Tag zu Tag besser", versichert Lehmann auf Anfrage der Bayerischen Rundschau.

Geplanter Eingriff

In der letzten Stadtratssitzung des Jahres 2020 informierte er die Öffentlichkeit, dass er sich am 28. Dezember im Kulmbacher Klinikum einer geplanten Knieoperation unterziehen werde. "Danach kommt die Reha in der Fachklinik Stadtsteinach. Ich werde voraussichtlich den ganzen Januar ausfallen", sagte er.

"Täglich Fortschritte"

Inzwischen liegt die Operation gut zwei Wochen zurück. "Die OP ist gut verlaufen", sagt Lehmann, "ich habe im Kulmbacher Klinikum ein neues Kniegelenk bekommen."

Auch die Reha in Stadtsteinach verlaufe nach Plan. "Ich bin sehr zufrieden, die Schwellung lässt nach, und die Blutergüsse gehen zurück", berichtet er. "Ich fühle mich in der Fachklinik Stadtsteinach sehr gut aufgehoben und werde von einem kompetenten Team vorbildlich und professionell versorgt." Die Beweglichkeit des Gelenks werde ständig besser. "Unter der Obhut der Leitenden Oberärztin Gudrun Lauterbach mache ich täglich Fortschritte."

Kein privater Besuch

"Nein, medizinisch ist alles normal", erklärt der 49-jährige Patient auf die Frage nach eventuellen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Allerdings dürfe er während der insgesamt drei Wochen in Stadtsteinach keine privaten Besuche empfangen: "Nicht mal meine Frau oder die Familie."

"Ich werde telefonisch und per E-Mail über die laufenden Geschäfte informiert", sagt Lehmann. "Ich halte außerdem Kontakt zu meinem Vertreter Frank Wilzok", erläutert er weiter die Verbindung zum Kulmbacher Rathaus.

Er bekomme auch Besuch vom 2. Bürgermeister (CSU). "Das ist nur möglich, weil Frank Wilzok selbst Krankenhausmitarbeiter ist. Das macht vieles einfacher."

Im Februar zurück in den Dienst

Lehmanns Rückkehr ins Rathaus ist für Februar geplant. Dafür trainiert und schuftet er täglich. Das genaue Datum ist abhängig vom Heilungsverlauf. Derzeit läuft der OB noch an Krücken, "aber man kann die Vollprothese schon vom ersten Tag an belasten". Sein Zwischenfazit nach OP und halber Reha: "Ich bin sehr froh, dass ich es gemacht habe, und freue mich, wenn ich wieder nach Hause komme - und wenn ich im Februar wieder meinen Dienst antreten kann."