Der 19-Jährige beginnt im Herbst ein Studium der Materialwissenschaften an der Universität Bayreuth, wo er in die für ihn spannende Materie eintauchen wird. Den Grundstein dafür hat er an der Adalbert-Raps-Schule gelegt, der beruflichen Oberschule Kulmbachs. Der Schüler des technischen Zweigs der Fachoberschule (FOS) erwarb die allgemeine Hochschulreife mit dem exzellenten Notendurchschnitt von 1,4 und war damit Zweitbester seines Jahrgangs.


Preis des Landkreises übergeben


Am Donnerstagabend wurden insgesamt 35 Schüler aus den 13. Klassen der FOS und der Berufsoberschule (BOS) sowie 17 Schüler des Ausbildungsganges DBFH verabschiedet. Auch neun Schüler der 12. Klasse der FOS am Rennsteig aus Ludwigstadt erhielten in Kulmbach ihrer Fachabiturzeugnisse. Die Adalbert-Raps-Schule hatte die Aufgabe, die Prüfung an der dortigen FOS abzunehmen.

Stellvertreter Landrat Dieter Schaar und Stadtrat Alexander Meile überreichen Lukas Deichsel im Foyer des beruflichen Schulzentrums den Landkreispreis.


Er hat das logische Verständnis


Darauf angesprochen, ob ihm das Lernen leicht gefallen sei, muss Deichsel nicht lange überlegen: "Ich hatte das logische Verständnis, den Stoff leicht aufzunehmen. Das braucht man für Mathe und Physik." Einen Tipp hat er auch noch parat: "Man sollte Formeln nicht auswendig lernen, sondern versuchen sie zu verstehen."

Zu seinen Lieblingsfächern zählt neben Physik die Mathematik. Ein Fach, das die einen lieben, die anderen nicht. "Mit Mathe kann man Dinge logisch begreifen und ausdrücken. Zusammen mit Physik lernt man die Umwelt besser zu begreifen", sagt der Einser-Abiturient.


"Sie haben Durchhaltevermögen bewiesen"


Im Herbst trifft der frischgebackene Abiturient seinen Zwillingsbruder Moritz wieder. Dieser hatte bereits vor einem Jahr am Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium das Abitur abgelegt und anschließend ein Studium der Materialwissenschaften an der Uni Bayreuth begonnen. "Er hat mir einen Einblick in die Materie vermittelt und mir so den Studiengang schmackhaft gemacht. Ab Herbst werden wir uns gegenseitig austauschen."

"Sie haben sich Herausforderungen gestellt, Durchhaltevermögen bewiesen und mit dem Abitur einen Meilenstein in ihrem Leben erreicht. Übernehmen Sie Verantwortung in Beruf und Gesellschaft", sagte Schulleiter Alexander Battistella.

Stellvertretender Landrat Dieter Schaar ermunterte die jungen Leute. ihr Glück in Oberfranken zu suchen, denn so sein Fazit: "Wir brauchen Sie."


Drei Schülersprecher sagen Danke


Die Schülersprecher Dominik Miskolci aus Himmelkron, Tanja Fiedler aus Kirchleus und Alina Gack aus Mainleus hoben das gute Miteinander in den einzelnen Klassen hervor und bedankten sich bei ihren Lehrern.

"Gehen sie mit den Herausforderungen des Lebens verantwortungsvoll um und nehmen sie die Veränderungen an", schrieb Elternbeiratsvorsitzende Ilona Pöhlmann den Absolventen zum Abschied ins Stammbuch. Den Preis des Elternbeirates für ehrenamtliches Engagement überreichte sie an die drei oben genannten Schülersprecher sowie Nicolas Töpfer aus Kulmbach, einem weiteren Schülersprecher.


Der beste kam aus Zapfendorf


Von den eingangs erwähnten 35 Schülern haben 28 die allgemeine und sieben die fachgebundene Hochschulreife in der Tasche. 17 junge Leute hatten eine duale Ausbildung zum Mechatroniker mit dem Abschluss des Fachabiturs (DBFH) verbunden. Zu ihnen zählen der Schulbeste, Lukas Hennemann (1,33) aus Zapfendorf, und Jonas Wölfel aus Ebermannstadt (1,66). Sie erhielten ebenso wie Deichsel einen Landkreispreis.

Mit einem Bücherpreis wurde die Untersteinacherin Jessica Höhl geehrt, die die beste Mathematikprüfung erzielt hatte.

Für die musikalische Ausgestaltung der Feier sorgten die Lehrerband, Beschäftigte aus den Werkstätten für behinderte Menschen in Burgkunstadt, Schüler aus den 11. und 12. Klassen sowie die frischgebackenen Abiturienten, die das Lied "Wo Menschen sich vergessen" sangen.