Kalorienzählen war am Wochenende verboten. Die Kulmbacher ließen sich vom herrlichen Sommerwetter locken und kosteten beim Streetfood-Festival auf dem Eku-Platz Speisen aus aller Welt. Vor allem die afrikanischen Spezialitäten sorgten für Furore.

Streetfood ist mehr als Burger und Co. Das konnten die Kulmbache erleben. "Wir waren im letzten Jahr zum ersten Mal in Kulmbach - im Schwedensteg. Aber ein großer Kritikpunkt war der Eintritt, den wir verlangen mussten", sagte Angelina Gläsmann vom Veranstaltungsteam.

Aus diesem Grund haben die Initiatoren des Streetfood-Festivals in diesem Jahr auff Eintritt verzichtet. Sie haben beim Rahmenprogramm ein bisschen gespart und keine große Bühne aufgebaut. "Die Leute kommen sowieso zum Essen", sagte Gläsmann.

Speisen aus aller Welt

Die Streetfood-Anbieter kamen aus aller Welt. Der Stand, an dem keiner vorbeikam, war der bunte Wagen mit kenianischen Spezialitäten. Mary Hänel und Theresia Njihia kredenzten alte kenianische Familienrezepte. Auf der Speisekarte standen Krokodilgulasch mit exotischen Früchten, Zebra- und Kamel-Geschnetzeltes nach Kenia-Art. "Die Leute wollen alles probieren", erklärte Mary Hänel. Sabine Andree, die mit ihrer Freundin Edith Müller zum Bummel gekommen war, bestellte gleich die bunte Platte mit allen Spezialitäten: "Ich wollte alles probieren. Krokodil schmeckt ein bisschen wie Hähnchen", urteilte sie. "Ich habe vorher noch nie Krokodil gegessen. Deshalb wollte ich es mal testen", sagte Patrick Vetter, der sich ebenfalls auf Krokodilgulasch eingelassen hatte. "Ich esse gerne immer mal was anderes. Krokodil ist nach meinem Geschmack."

Für jeden Geschmack

Doch auch für all die Besucher, die es weniger exotisch lieben, gab es Streetfood für jeden Geschmack: Spezialitäten aus Spanien, Italien oder aus Syrien und den USA.

Klarissa Lindner begann das Schlemmerwochenende mit einer gefüllten Kartoffel. Dass die Kartoffel mehr als sechs Euro kostete, schreckte die Genießerin nicht. "Gut, das Essen ist nicht ganz billig, aber es ist ja mal was Besonderes.".

Lokalmatador

Lange Schlangen bildeten sich an den Hipster-Food-Ständen, am Pasta-Stand und bei den Burger-Spezialitäten. "Cheeseburger mit Bramburi - das ist einfach so lecker", schwärmte Daniel Ganzleben aus Bad Berneck. "Ich esse Spargel so gerne, also muss ich den Spargelburger mal probieren", meinte Christine Nüssel. Dass Holger Griesenbrock, der Lokalmatador, die Burger-Buns selbst nach seinem ganz persönlichen Geheimrezept backt, schmeckte die Expertin gleich heraus.

Fleischfans kamen bei puren Fleischspießen auf ihre Kosten. "Lokalspießer" hieß die Station, an der es 300-Gramm-Spieße pures Fleisch gab: vom Schwein, Rind, Lamm oder auch vom Bison oder Wagyu, einer speziellen Rinderart. Das Geschäft lief so gut, dass der Stand auch zum Altstadtfest wieder aufgebaut werden soll .

Schlemmen im Liegestuhl

Auch beim syrischen Falafel-Stand und bei den Cocktail- und Nachspeisenständen bildeten sich Schlangen. Viele Festivalbesucher schlossen ihren Bummel mit Frozen Joghurt oder mit einer Bubble-Waffel ab. Dominik Nickl, Jana Michaelis und Anne Übelmann verzehrten die Bubble-Spezialitäten im Liegestuhl.

Die Veranstalter waren mit dem Besuch zufrieden und wollen wiederkommen. "Jeder Stand hat seine Fans. Ich persönlich kann Donuts nicht widerstehen und muss zum Abschluss immer welche kaufen", sagte Angelina Gläsmann vom Organisationsteam.