Die Initiative ist ein parteifreier Zusammenschluss unterschiedlichster Menschen unter der Federführung von Barbara Biella. Bereits vor dem "Burggipfel" hatt sie die Idee ins Gespräch gebracht. Nun hat sie ihre Vorschläge konkretisiert.

In der Stadtratssitzung am Mittwoch sollte über Vorschläge gesprochen werden, wie das Kaufplatzgelände in einer Zwischenphase vor einer dauerhaften Bebauung genutzt werden kann.

Dazu schlägt die Initiative Liebenswertes Kulmbach den Aufbau eines (mobilen) Burgspielplatzes vor.

Firma hat ein Angebot

Die Firma Spiel-art in Laucha stellt den Angaben der Initiative zufolge seit einigen Jahren sehr attraktive Burgspielplätze her. Der Kulmbacher Künstler und Pädagoge Andreas Schobert, dessen Schülerinnen und Schüler am Caspar-Vischer-Gymnasium auch einbezogen wurden, erklärt dazu in einem Brief an Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) und die Fraktionen im Stadtrat: "Man hat uns von Seiten der Firma versichert, dass die Spielgeräte aufgebaut, genutzt und dann wieder abgebaut und an einem anderen Ort verwendet werden können. Als eine Zwischenlösung für das Kaufplatzgelände fänden wir dies toll!"

Die Pluspunkte

Mehrere Dinge sprechen aus Sicht der Initiative dafür:

• Die Attraktivität der Innenstadt für junge Familien werde gesteigert.

• Es werde Geld überwiegend in Dinge investiert, die nachher wieder verwendet werden könnten (der Spielplatz könnte anschließend auf dem neu gestalteten Kaufplatzareal oder auf der Burg eingerichtet werden).

• Es kann geprüft werden, wie der Spielplatz grundsätzlich und insbesondere an dieser Stelle von der Bevölkerung angenommen wird. Dies erscheint uns insbesondere dann wertvoll, wenn eine Realisierung des Spielplatzes auf der Burg nicht so zeitnah in Frage kommen sollte.

Wegen des Kostenrahmens für eine solche Spielplatzkonstruktion ist die Initiative nach Angaben Schoberts mit der Firma in Kontakt. Man habe dort die Vorstellungen und Ideen eingebracht, die bereits vor dem Burggipfel Thema waren.

Ein solcher Themenspielplatz könnte, so heißt es in dem Konzept, die Innenstadt beleben. Im Gegensatz zu den konventionellen Spielplätzen in der Stadt, die sich alle irgendwie ähnelten, orientiere sich ein Themenspielplatz in Anlage und Ausstattung an der Burg.

Interesse spielerisch wecken

Die von den Schülern gezeichneten Entwürfe sehen Labyrinthe, Burgmauern, Lager, Zelte und Zugbrücken vor - ganz wie auf einer echten Burg. "Besonders für Kinder ist das anziehend und das Interesse an der Burg würde spielerisch geweckt werden", heißt es in dem Gestaltungsvorschlag.

Eine weitere eingebrachte Idee war Anfang März, den Weg zur Burg attraktiver zu machen, eventuell durch den Einsatz einer Wegebahn. Vorrecherchen hätten ergeben, dass eine Regensburger Firma in der Lage ist, eine solche Bahn zu bauen, die auch den steilen Anstieg zur Plassenburg meistert.

Drittes wesentliches Element in dem Konzept ist schließlich ein "Erlebnispfad" zur Burg. Eine ansprechende Gestaltung könnte den langen, steilen Anstieg interessanter machen. Im Mittelpunkt der Überlegungen der Initiative steht der Fußweg zur Burg. Der verläuft zunächst parallel zur Fahrstraße, knickt dann ab, zieht sich in Serpentinen bis zum Parkplatz unterhalb des Rondels und dann südlich der Burg entlang, wo er etwa in Höhe des früheren Reitgeländes auf den Weg zum Buchwald mündet.

Diesen Erlebnispfad könnte man mit kleineren, burgbezogenen Spielmöglichkeiten und kindergerechten Informationstafeln zur Burggeschichte aufwerten. Auf diesem Weg würden die gewaltige Größe der Plassenburg und der sie umgebenden Festungsanlagen auf besondere Weise erlebbar. "Außerdem eröffnet sich im serpentinenartigen Aufstieg manch anderer Blick sowohl auf die Burgmauern als auch auf unsere liebenswerte Stadt." Barbara Biella und ihre Mitstreiter sind zuversichtlich: "Durch schrittweises Umsetzen dieser Ideen wäre es möglich, Kulmbach und die Plassenburg für die Zukunft aufzuwerten."