Beschmierte Wände, rausgerissene Waschbecken oder Toiletten, verdreckte Eingänge oder versprühter Schaum aus Feuerlöschern - zunehmender Vandalismus bereitet der Stadt immer mehr Probleme. Neben den Schäden, "die langsam ins Geld gehen", so Oberbürgermeister Henry Schramm in der Stadtratssitzung am Donnerstag, leidet darunter auch das Sicherheitsgefühl der Menschen.

Zwei neuralgische Punkte hat man ausgemacht: das Parkhaus in der Basteigasse sowie den Bereich der Haltestellen am Zentralen Omnibusbahnhof. Auch im Jugendzentrum in der Alten Spinnerei wird vermehrt registriert, dass sich am ZOB Personen herumtreiben, teilweise aus anderen Landkreisen, die Probleme bereiten könnten.


Potenzielle Täter abschrecken

Laut Schramm wurde am ZOB bereits die Beleuchtung verbessert. "Aber das wird nicht reichen", sagte er und plädierte dafür, die Videoüberwachung auszuweiten. Damit habe man auch am Soccercourt neben dem ehemaligen Pförtnerhäuschen der Spinnerei gute Erfahrungen gemacht. Und so sollen potenzielle Täter abgeschreckt werden.

Uwe Angermann von der Stadtverwaltung erklärte: "Jeder Vorfall wird angezeigt, aber die Täterermittlung ist schwierig." Die Polizei habe zugesagt, ihre Präsenz an den neuralgischen Stellen zu verstärken.

Nach seinen Worten gibt es inzwischen mehr Möglichkeiten, um Videoüberwachung einzusetzen. "Die gesetzlichen Bestimmungen wurden gelockert", so Angermann.


Kosten 6000 Euro

Gegen den Vorschlag, je zwei Kameras am ZOB und an beiden Eingängen des Parkhauses in der Basteigasse anzubringen, gab es keine Einwände. Die Kosten bezifferte Angermann auf 6000 Euro und stellte fest: "Im letzten halben Jahr hatten wir allein in der Basteigasse einen Schaden von 6500 Euro. Außerdem geben die Kameras den Leuten ein sichereres Gefühl."