• Kulmbach: Stadt verhängt Badeverbot für beliebte "Kieswäsch"
  • Prüfung der Wasserqualität hatte keine Blaualgen-Belastung ergeben
  • Verwaltung spricht von "allgemein erhöhter Unfallgefahr"
  • Bei andauernder Hitze bleibt Verbot länger bestehen 

Während die Prüfung der Wasserqualität in dieser Woche "keine Veranlassung zu einem Badeverbot in der Kieswäsch aufgrund einer erhöhten und somit gesundheitsgefährliche Menge an Blaualgen ergab", habe die Stadt Kulmbach am Donnerstag (18. August 2022) die Meldung aus dem Kulmbacher Gesundheitsamt erreicht, dass die Sicherheit im Badebereich des Naherholungsgebietes Mainaue aufgrund der geringen Sichttiefe von weniger als 30 cm nicht mehr gegeben sei, heißt es in einer Mitteilung.

"Kann unter anderem zu Knochenbrüchen führen": Badeverbot für Kulmbacher Kieswäsch verhängt

"Neben den mikrobiologischen Risiken werden die sonstigen Unfallgefahren in Badeseen leicht unterschätzt. Eine allgemein erhöhte Unfallgefahr herrscht bei eingeschränkter Sichttiefe. Hierdurch können die tatsächliche Tiefe des Gewässers und der Gewässergrund nicht oder nur unzureichend erkannt werden. Außerdem werden unter Umständen Rettungsmaßnahmen bei trübem Wasser erschwert", heißt es aus dem Gesundheitsamt.

Und weiter: "Ein Sprung ins flache Wasser kann unter anderem zu Knochenbrüchen, Verletzungen der Wirbelsäule (gegebenenfalls mit Querschnittslähmung als Folge) oder des Schädels führen. Eventuell vorhandener Unrat wie Glasscherben oder andere scharfe Gegenstände am Grund des Gewässers kann dem Badenden Schnitt- und Risswunden zufügen. Beim Betreten einer rutschigen bzw. abschüssigen Böschung (Algenbewuchs oder Schlamm) besteht die Gefahr, ungewollt in das Gewässer hineinzurutschen."  Gleichzeitig sei es womöglich schwerer, das Wasser zu verlassen, heißt es. 

Auf dieser Grundlage verhänge die Stadt Kulmbach ein Badeverbot in der Kieswäsch. Das Verbot gelte bis auf Weiteres, "es kann durchaus sein, dass es nur wenige Tage andauert", so das Rathaus. Dies hänge letztlich von der Witterung ab. "Sollte es jedoch weiterhin so trocken und warm sein, kann das Badeverbot jedoch auch länger bestehen bleiben." Rund um den See seien Schilder mit einem Hinweis auf das Verbot aufgestellt worden.

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