Auch die Kulmbacher Geschäfte, die derzeit brach liegen, sollen in der Weihnachtszeit ein bisschen adventlichen Zauber verbreiten. Das jedenfalls dachte sich Oberbürgermeister Henry Schramm - und hatte eine gute vorweihnachtliche Idee. Und so bauen derzeit Sieglinde Voigt und Max Krüger von der Verwaltung insgesamt 14 verschiedene Krippen, die Pfarrer Georg Ochsenkühn vor zwei Jahren der Stadt Kulmbach geschenkt hat, in den sonst leeren Schaufenstern auf.

Bestückt werden aktuell die verwaisten Ausstellungsflächen der ehemaligen Traditionsmetzgerei Weiß, des Weltbild-Ladens und des Juweliers Hübschmann. Im Kressenstein wird ein Schaufenster geschmückt, in der Klostergasse sind im ehemaligen Biomarkt Krippen zusehen.
Und in der Oberen Stadt sollen einige der insgesamt 14 Krippen im Schaufenster der Firma Musik Franz zu sehen sein.

OB legt mit Hand an

Auch Oberbürgermeister Henry Schramm legte mit Hand an - und stellte eine schöne weiße Krippe fast ehrfurchtsvoll im Schaufenster des ehemaligen Traditionsgeschäfts Musik Franz auf. Dann drapierten Sieglinde Voigt und Max Krüger einen roten Sternenvorhang hinter die Krippe, so dass von außen die Figuren auch gut zur Geltung kommen. Und ein bisschen Grün kommt natürlich auch noch in das Schaufenster.
Die Krippen stammen allesamt aus der Sammlung des früheren Kulmbacher Stadtpfarrers Georg Ochsenkühn ("Unsere Liebe Frau").

Kunstwerke aus der ganzen Welt

Bevor sich der Seelsorger zur Ruhe gesetzt hatte und ins Seniorenheim gezogen war, hat er die Krippen, die aus aller Herren Länder stammen, der Stadt zur Verfügung gestellt. Die Kunstwerke kommen aus dem Erzgebirge, aus Deutschland, aus Österreich, aber auch aus Italien, Ägypten, aus der Dominikanischen Republik, aus Polen, Lappland - und einige Krippen haben auch eine unbekannte Herkunft.

Die Darstellungen des weihnachtlichen Geschehens sind so unterschiedlich wie die Menschen der Länder und die Herkunft: Manche Krippen sind aus Holz gefertigt, andere wiederum aus Porzellan oder aus Pappmaschee. Wieder andere sind aus Gips hergestellt worden oder verfügen über gegossene Figuren. Einige Krippen sind mit Stall fix und fertig montiert, andere können immer wieder anders aufgebaut und zusammengestellt werden. Doch jede Krippe hat ihren Reiz - die großen Figuren genauso wie die Minikrippen, die in eine Nussschale passen.

"Ich denke, die Stadt wird durch diese Ausstellung in den leer stehenden Läden ein bisschen attraktiver", so Oberbürgermeister Schramm, der den Immobilienbesitzern für die Kooperationsbereitschaft dankt.


Der Krippenweg

Neben den leer stehenden Läden in Kulmbach werden Krippen aus aller Welt auch in vielen Geschäften der Stadt gezeigt. Diejenigen, die beim Krippenweg dabei sind, sind mit einem Weihnachtsbäumchen gekennzeichnet und nehmen auch am Gewinnspiel von "Unser Kulmbach" teil:

Fritz-Hornschuch-Straße
Lotto Hofmann, fritz-Einkaufszentrum

Marktplatz
Esther Confiserie, Metzgerei Lauterbach

Buchbindergasse Pizzeria Alla Rustica

Grabenstraße Buchhandlung Friedrich

Hirschengässchen
Weltladen

Kressenstein Optik Böhmer, Hoffmann Optik, Parfümerie Benker

Klostergasse Windisch Optik und Hörgeräte

Spitalgasse
Blauer Laden, dreams, Café Schoberth

Blaicher Straße Sintenis deko + schenken.

Sonstige Weitere Krippen gibt es im Rathaus, in der Tourist-Information (Buchbindergasse), bei den Stadtwerken, in allen Geschäftsstellender Sparkasse, in der Volkshochschule, im Badhaus und im Café Clatsch in der Waaggasse.