"Der Bräu" rief zum 19. Mal, und die "wilden Schützen" schossen auf der Jagd nach dem größten Bock im bis auf den letzten Platz gefüllten "Bräu-stadl" eine Breitseite nach der anderen ab, die beim Publikum wahre Lachsalven hervorriefen. Gut gefüllt waren auch die Krüge, nachdem Bürgermeister Werner Diersch - verbunden mit einigen Schwierigkeiten - der Anstich des ersten Fasses gelungen war. Juniorchefin Yvonne Wernlein hatte den "hinterfotzigen" Hopfen-Doppelbock mit 18,5 Prozent Stammwürze am 4. September eingebraut.

Zum ersten Angriff blies Wildschütz Jürgen Peter, vor dessen "gewichtigen" Worten niemand sicher war. Weder Angie ("Wer kann schon von sich sagen, von einem Friedensnobelpreisträger bespitzelt zu werden"), noch Peer Steinbrück ("Ihn hat die NSA nicht abgehört, weil er für jedes Gespräch 15 000 Euro verlangt hat").

Peter hatte gehört, dass Landrat Klaus
Peter Söllner als Ausgleich Berlins für bayerische Leistungen aus dem Länderfinanzausgleich drei Dutzend Preußen als Helfer bei der Schnupftabak-Ernte angefordert habe.

Neu im Programm: Das Gesangsduo "Peter & Peter" (Jürgen und Nicolas). Sie nahmen nach der Melodie vom "Wirtshaus an der Lahn" a capella die Eskapaden des Limburger Bischofs aufs Korn: "Der Meßwein muss vom Besten sein, den trinkt der Bischof ganz allein."

Voll überzeugen konnten Mona-Isabelle und Nicolas Peter als die türkischen Jugendlichen Aishe und Ekrem. Der Deutschen Bahn schlugen sie zur Finanzierung von "Stuttgart 21" das Sponsoring von Zügen vor: Die Ansage im Bahnhof könnte demnach künftig lauten:" Achtung! Die Einfahrt des ICE auf Gleis fünf nach Hamburg wird Ihnen präsentiert von ‚Haberstumpf Kupferkrönla‘." Den türkischen Abgeordneten im neuen bayerischen Landtag baten sie, nach Allah-Heiligen, Grün-Dönerstag und Christi Kümmelfahrt, die Einführung weiterer muslimischer Feiertage zu unterstützen.

Ebenfalls neu das "Grünspecht-Duo" Streif & Wagner: Michael Lehner und Werner Reißaus als Streifenwagen-Polizisten, die im Saal auf Anhieb sehr viele Verdächtige ausmachten. Sie untersuchten die roten und schwarzen Westen der groß-kopferten Kommunalpolitiker ("die hamm alla ka weißa West'n mehr"), waren einem Angriff auf die Pressefreiheit in Trebgast auf der Spur, und bestätigten, dass der Himmelkroner Bürgermeister über die Johr mit seiner Aufgob g‘wachsen is".

"Der Franke", Werner Reißaus, verriet, dass er sich bei der Wahl immer an den Fotos auf den Plakaten orientiert habe. Wer ihm am besten gefallen habe, dessen Name habe er dann auf dem Wahlzettel gesucht.
Inge Aures habe einen fränkischen Tatort vorgeschlagen und will selbst mitspielen, schränkt dabei aber ein: "A Leich‘ will sie net sa, weil die immer gleich am Ofong tut is, und dann nix mehr ze sogn hot." Und das sei für die Inge die höchste Strafe.

Das Sahnehäubchen war die Koch-Show des Promi(lle)-Kochs Joe Waschl alias Nicolas Peter zum Thema "Verfeinern von Desserts". Urkomisch, schauspielerisch besser als das Original. Den Leuten kamen die Tränen vor Lachen. Fazit: Eine rundum gelungene Veranstaltung.