Es gibt Menschen, die handeln immer vorausschauend, haben den Begriff Diplomatie scheinbar erfunden und würden Entscheidungen niemals übers Knie brechen. Tja, und dann gibt es mich. Der typische Gefühlsmensch.

Eher von der Sorte spontan. Ich handele ziemlich oft aus dem Bauch heraus und treffe meine Entschlüsse meist emotional, frei nach dem Motto "Augen zu und durch".

Mein Mann schlägt dank dieser Eigenschaft regelmäßig die Hände über dem Kopf zusammen und muss sich oftmals sehr in Geduld üben. So auch dieser Tage, als ich den gedankenlosen Beschluss gefasst habe, die vom Hochwasser überschwemmte Straße mit dem Auto zu passieren. Natürlich nicht mit meinem eigenen, sondern dem meines Mannes.

Passiert ist nichts. Ich bin da heil wieder rausgekommen. Jedoch nicht ohne Verluste. Das Nummernschild nämlich haben die Wassermassen verschlungen. Erklären Sie das nun mal dem Ehegatten! Es fielen Worte wie "unverantwortlich", "gefährlich", "leichtsinnig" und "unüberlegt". Ich pflege es ja für meine Fehler gerade zu stehen und sie wieder auszubügeln. So haben wir uns an den Ort des Geschehens gemacht und die Nadel - äh das Kennzeichen - im Heuhaufen gesucht.

Und siehe da, nachdem wir die Hoffnung beinahe aufgegeben hatten, haben wir es tatsächlich gefunden! Ende gut, alles gut würde ich zu dieser Aktion sagen.

Oder wie es meine Familie immer ausdrückt: "Das Mädchen hat mehr Glück als Verstand!"