Für Elisabeth Sangeorzan (55) ist ihr Garten wie ein kleines Paradies. Die gebürtige Ungarin hat schon seit 19 Jahren eine Parzelle in der Kleingartenanlage an der Berliner Brücke, da ihr ein eigener Garten neben ihrer Wohnung fehlt. Auf ihrem Grundstück an der Berliner Brücke baut sie hauptsächlich Gemüse an: Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Bohnen und Salat - für letzteren sei es in diesem Sommer aber leider zu heiß gewesen, so die 55-Jährige. Natürlich arbeitet Elisabeth Sangeorzan nicht nur in ihrem Kleingarten. Gerne entspannt sie auch einfach und genießt die Ruhe.

Jeder nutzt ihn anders

Dass man Kleingärten für die verschiedensten Dinge nutzen kann, erkennt man schnell bei einem kurzen Blick über den Gartenzaun: Bei den einen steht ein Schaukel, Kinderspielzeug und sogar ein kleines Planschbecken, auf der anderen Seite ein Grill.
Ein bisschen weiter findet sich ein Garten voller bunter Blumen.

Einen echten Hingucker entdeckt man in der Kleingartenanlage am Katzbachtal in der Parzelle von Lilian Schnabels: ihre phantasievoll zurechtgestutzten Buchsbäume. "Die Leute kommen immer vorbei und bewundern meine Bäumchen", erzählt die gebürtige Berlinerin. "Das ist eine Ente und das soll ein Hase werden. Das Buchsbaumschneiden ist wirklich ein Hobby von mir, das ich hier ausleben kann."

Zusammen mit ihren Mann bewirtschaftet sie seit zwölf Jahren das Grundstück. Innerhalb von zwei Wochen haben die beiden es geschafft, einen völlig zugewachsenen Garten wieder auf Vordermann zu bringen. Heute nutzen die beiden den Garten hauptsächlich zum Entspannen. Natürlich baut die gebürtige Berlinerin auch das eine oder andere Gemüse an oder schneidet eben ihr Buchsbäume.

Der ganze Stolz von Uschi Trapper sind ihre Blumen. Auch sie hat zusammen mit ihrem Mann Karl-Heinz einen Kleingarten im Katzbachtal. Der Wunsch ihrer verstorbenen Mutter war es, dass sie das Grundstück einmal übernimmt, und das hat sie dann auch getan. "Wir waren schon als Kinder immer hier", erzählt die 63-Jährige. Seit 19 Jahren kommen sie nun im Sommer täglich in ihr Gärtchen. Für sie und ihren Mann ist das hauptsächlich eine Freizeitbeschäftigung.

Arbeit und Hobby zugleich

Aber es steckt auch einige Arbeit dahinter. "Wenn alles ordentlich ausschauen soll, muss man den Garten auch pflegen." Und damit das 174 Quadratmeter große Grundstück ordentlich aussieht, pflanzt Uschi Trapper Geranien, Sonnenblumen und Rosen - eben die ganze Bandbreite an bunten Blumen.

Doch nicht nur der Außenbereich ist wichtig. Alfred Hofmann legt besonders viel Wert auf die kleine Hütte in seinem Garten. Diese hat er sich rustikal eingerichtet. Der Rentner hat noch bis vor Kurzen im Büro gearbeitet. "Jetzt genieße ich das Leben." Unter anderem auch hier im Garten. "Die Gartenarbeit ist für mich ein Hobby und Ausgleich", lächelt der 63-Jährige. Auch er baut in einem kleinen Beet Gemüse an. Und seine Frau Gisela kümmert sich voller Hingabe um die Blumen im Garten. "Sie ist eine echte Blumenliebhaberin."

In insgesamt fünf Kleingärtenanlagen in ganz Kulmbach kann sich jeder so sein eigenes kleines Paradies errichten.