Eben noch ein Baby und auf einmal ein Teenager. Die Kinder wachsen so schnell und wecken in uns Eltern ein Gefühl irgendwo zwischen Stolz und Wehmut.
Derzeit gibt es beinahe täglich diesen einen Moment, in dem ich mich frage, wann genau der Nachwuchs eigentlich so groß geworden ist und wie um alles in der Welt man das Tempo als Eltern mithalten soll.
Ist es nicht erst gestern gewesen, als ich den Jüngsten als eine Handvoll Leben im Arm gehalten und ihn nachts wiegend durch die Wohnung getragen habe? Haben wir den Großen nicht erst kürzlich konfirmiert und den Mittleren erst eingeschult? Gefühlt von Heute auf Morgen hat der eine seinen Führerschein und wechselt vom Beifahrer- auf den Fahrersitz (was in der Tat ein sehr befremdliches Gefühl ist), und der andere verliert von Tag zu Tag immer mehr seine kindlichen Gesichtszüge und trägt inzwischen die gleiche Schuhgröße wie ich!
Und der Junior? Tja, der ist stolz wie Bolle, dass er inzwischen Vorschulkind und schon "sooo groß" ist. Immer weniger benötigt er unsere Hilfe und besteht auch darauf, vieles allein machen zu wollen. Doch solange ich noch täglich "Die allerbeste Mami der Welt bin" (außer ich stelle die Süßigkeiten in unerreichbare Höhen oder schalte den Fernseher nicht auf Kommando ein), kann ich damit leben, dass er immer selbstständiger wird.
Mit Wehmut, aber auch mit einer großen Portion Stolz sehen wir allen drei beim Wachsen zu und finden es ganz spannend zu sehen, wie sich drei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten bilden.
Aber ob man sich jemals daran gewöhnen kann, dass die Kinder älter werden?