Seit einer Woche wissen wir, dass Anfang Februar solche kosmischen Gesteinsbrocken irgendwo zwischen Limmersdorf, Berndorf und Neudorf gelandet sein müssen. Ein Wissenschaftler, der technische Leiter des europäischen Feuerkugelnetzes (klingt putzig, gibt's aber wirklich), hat die Information eines tschechischen Kollegen an uns weitergegeben. Warum? - Er wäre natürlich begierig darauf, einen solchen Stein aus dem All zu untersuchen.

Seine Ausbeute ist allerdings bislang nicht allzu groß: Bei uns haben sich drei Leser gemeldet. In einem Fall ist sich der Forscher sicher, dass es irdisches Material ist. Im zweiten ist er sich auf Grund des Fotos nicht sicher, tendiert aber auch eher dazu, es nicht für ein Bruchstück des Meteoriten zu halten.
Und vom dritten weiß er noch nichts, weil der Mann, der das Stück noch sehr gut beschreiben kann, es irgendwie nicht mehr findet.

Haben wir also wohl eine Gelegenheit verpasst, als Fundort in den Weltraum-Büchern aufgenommen zu werden. Pech, denn es gibt - sagen die Statistiker - nur rund 14 solcher Fälle pro Jahr in Deutschland. Dass also ausgerechnet das Kulmbacher Land noch einmal getroffen wird, ist, so gesehen, eher unwahrscheinlich.

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia sagt uns, dass in den Grenzen des heutigen Deutschland bisher 47 Meteoritenfälle nachgewiesen wurden. Der örtlich nächste war 1775 in Bad Rodach - allerdings verschwand dieser Stein irgendwann und wird daher nur halbherzig gezählt.

Nur ein wenig besser als der Weltraum-Brocken, den man in Thurnau unter Umständen hätte finden können also. Aber vielleicht mag ja noch jemand suchen? Haltbar sind die Trümmer - und der Finder darf das Stück möglicherweise sogar behalten. Echter gepresster Sternenstaub - wäre das nichts?