Ich weiß, an dieser Stelle wurde in den letzten Wochen oft über Ernährung und Essgewohnheiten sinniert und geschimpft, trotzdem will ich das Thema erneut aufgreifen. Der Grund ist meine Kollegin, die sich mit dem Vorsatz, auf Süßes zu verzichten, tapfer in die Fastenzeit gestürzt hat. Spontan habe ich beschlossen, es ihr gleichzutun.

Über den Sinn und Unsinn von Fasten, Verzicht und Selbstdisziplin möchte ich gar nicht schreiben. Vielmehr faszinierte mich Mitte der Woche die Snack-Auswahl der besagten Kollegin. Statt süßem Gebäck oder fettigen Flips holte sie - und jetzt halten Sie sich fest - Grünkohl- und Rote Beete -Chips aus der Schublade. Pfui! Natürlich sind Geschmäcker verschieden, aber beim Gedanken an diese Kreation kommt bei mir keinerlei Hungergefühl auf.

Die Grünkohl-Knabberei ist im Übrigen nicht der einzige schrecklich gesunde Snack, der sich unter einem Decknamen als Nascherei tarnt: Im hiesigen Drogeriemarkt findet man zum Beispiel Quinoa-Chips, Dinkel-Stangen, Paprika-Crunch und einen wie ich finde besonders interessanten Inka-Gojibeeren-Riegel.
Gesunde Ernährung in allen Ehren, aber diese Auswahl motiviert mich mehr denn je, die nächsten sechs Wochen eisern zu bleiben. Denn statt mich mit Grünkohl und Co. zu trösten, heb ich mir meinen süßen Hunger lieber für mein zuckriges Osternest auf und träume jetzt schon davon, mir die Vollmilchschokolade auf der Zunge zergehen zu lassen.