Edeltraud Glaser ist Festwirtin auf dem Bierfest und den ganzen Tag auf den Beinen. Da braucht sie das richtige Schuhwerk. Die Kulmbacherin trägt während der Bierwoche an jedem Tag andere Schuhe. "Aber niemals neue Schuhe. Damit man keine Blasen bekommt, müssen sie schon eingelaufen sein ", erklärt sie. Ihre Empfehlung: Turnschuhe oder geschlossene Halbschuhe - am besten mit Fußbett.


Richtige Schuhe zum Bedienen

Das weiß auch Jennifer Schulte aus Regensburg. "Als ich das erste Mal auf einem großen Fest bedient habe, hab' ich Lederturnschuhe getragen. Danach hatte ich Blasen und geschwollene Füße", erzählt sie. Daraufhin kaufte sich die 22-Jährige ihre "Butterschuhe". So nennt sie ihre Sportschuhe der Marke Nike, die sie zum Bedienen trägt.
"Weil man in denen wie in Butter läuft."

Ihre Kollegin Johanna Marhan (60) aus Kärnten schwört auf ihre Gesundheitsschuhe. "Beim Bedienen trage ich schon seit 20 Jahren nichts anderes." Zwei Paar hat sie beim Bierfest dabei. Damit sie einmal am Tag wechseln kann.

Was für Johanna ihre Gesundheitsschuhe sind, sind für Marcel Hager (39) seine Sicherheitsschuhe mit Stahlkappe. Der Ludwigsstädter brät die Hähnchen im Bierstadl. An seinem Arbeitsplatz ist es noch heißer als anderswo. Weil seine Schuhe atmungsaktiv sind, schwitzt er dennoch nicht.


Bierfest mit Absatz

Für Beatrice Bär (22) ist der Stadl kein Arbeitsplatz. Dennoch leistet sie Schwerstarbeit: In Schuhen, deren Keilabsätze zwölf Zentimeter hoch sind, feiert die Mainleuserin bis spät in die Nacht auf dem Bierfest. "Ich habe immer hohe Schuhe an. Deshalb kann ich recht gut darin laufen." Sie zieht sie Schuhe lediglich dann aus, wenn sie zum Tanzen auf die Bank steigt - weil es auf den Hacken sonst zu gefährlich wäre. Warum sie am liebsten mit "ihren Jungs" feiert? Beatrice schmunzelt: "Die jammern nicht, dass ihnen ihre Füße weh tun."


Gefahr bei offenen Schuhen

Festwirtin Edeltraut Glaser hingegen warnt vor allzu modischen Schuhen: "Am gefährlichsten sind Flip-Flops oder Sandalen - Schuhe eben, wo die Zehen frei sind. Wenn man da man in eine Glasscherbe tritt, kann man sich den ganzen Fuß aufschneiden."

Auch die besten Schuhe können freilich nicht verhindern, dass die Menschen, für die der Bierstadl ein Arbeitsplatz ist, manchmal müde Füße haben. Da hilft nur: Beine hochlegen. Und was Edeltraud Glaser betrifft: die freut sich schon auf die Fußmassage danach.