Die Frankenfarm will größer werden. Im Bauausschuss lagen am Mittwochabend gleich drei Anträge auf dem Tisch. Sie betrafen die Erweiterung der Außengastronomie, die Errichtung eines Feststadels und die Anlage eines Abenteuerspielplatzes. Frankenfarm-Geschäftsführer Jürgen Stübinger erläuterte dem Gremium die Pläne.

Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) verwies darauf, dass der Verwaltung zwei Schreiben von Grundstücksanliegern vorliegen. Diese hätten Einwände gegen die Baumaßnahmen vorgebracht, weil sie eine Zunahme der Lärmbelästigung befürchten. Stübinger erläuterte, dass die Frankenfarm die Attraktivität des gastronomischen Betriebs steigern und die Kundschaft nach einem langen Lockdown wieder zurückholen wolle. "Bei uns arbeiten derzeit rund 150 Personen, und die wollen wir auch in den nächsten Jahren beschäftigen."

Platz für bis zu 400 Gäste

Die Erweiterung der Außengastronomie und der Abenteuerspielplatz dürften nicht die großen Probleme darstellen, dagegen wird der Feststadel mit einem Fassungsvermögen von bis zu 400 Personen bei den Anliegern schon kritischer gesehen. Geschäftsführer Jürgen Stübinger zeigte auf, dass die rustikale Berghütte aus Holz auf der alten Bundesautobahn oberhalb des Parkplatzes der Event-Arena "Halifax" errichtet werden soll. Der Eingang erfolge in der Nähe der B 303, die Bühne werde so angelegt, dass die Beschallung in Richtung Bundesstraße geht. Die Beheizung erfolge mit Gas.

Wilhelmine Denk (BZH) erklärte, dass nicht alle Bewohner der neuen Siedlung unterhalb der Frankenfarm über diese Erweiterungspläne glücklich sind. Manche befürchteten eine zunehmenden Lärmbelastung. Denk machte den Vorschlag, den Stadel auf dem Parkplatz der Event-Arena zu bauen, um diese Konflikte von vornherein zu vermeiden.

Umplanung nicht möglich

Dafür sah Jürgen Stübinger jedoch keine Möglichkeit. "Wir können den Standort nicht umplanen. Wir kommen der Gemeinde bei den anderen Maßnahmen so weit wie möglich entgegen, aber was den Standort angeht, lassen wir nicht mit uns reden." Er verwies darauf, dass die Frankenfarm ein Lärmgutachten vorlegen wird - und an die Ergebnisse werde man sich halten.

Manuel Gumtow (FW) meinte, dass man sowohl die Interessen der Anlieger als auch der Frankenfarm berücksichtigen müsse. Sollte es dennoch Probleme geben, hielt er bauliche Veränderungen für notwendig. Peter Aßmann (SPD) war wichtig, dass die Bedürfnisse der angrenzenden Wohnbebauung und auch der geplanten Seniorenwohnanlage berücksichtigt werden: "Wir sind uns einig, die Vorhaben der Frankenfarm auf den Weg zu bringen, aber unter der Voraussetzung, dass auch ein Lärmgutachten erstellt wird."

Lärmschutz ist wichtig

Für Jürgen Stübinger stand fest, dass ein ausreichender Lärmschutz gewährleistet sein muss. Nicht zuletzt deshalb, weil es bereits in der Vergangenheit wegen der Einhaltung der Nachtruhe zu Konflikten mit Anliegern gekommen war. Der Bürgermeister verlas dazu die Schreiben zweier Nachbarn, die darin ein Konzept zur Einhaltung der Nachtruhe fordern. Hans Stübinger, der seinen Sohn in die Sitzung begleitet hatte, verwies auf die Anfänge der Frankenfarm, die 1995 auf der "grünen Wiese" entstanden sei. "Als dann unterhalb unseres Geländes das Baugebiet ausgewiesen wurde, haben wir Bedenken angemeldet. Alle haben gewusst, dass dort ein gastronomischer Betrieb besteht." Hans Stübinger sprach sich dafür aus, miteinander zu reden und gemeinsam eine Lösung zu suchen: "Wir haben einen guten Namen und wir wollen den Gästen etwas bieten. Es wird auch für die Gemeinde eine Bereicherung werden."

Gerhard Schneider meinte, man müsse einen Kompromiss suchen, der beiden Seiten gerecht werde. So gab das Gremium einstimmig grünes Licht für die drei Vorhaben mit der Maßgabe, dass der Schutz der Anwohner vor unzumutbarem Lärm in einem Gutachten nachgewiesen werden muss. Das trifft auch für die Erweiterung der Außengastronomie und den Abenteuerspielplatz zu.

Der Bürgermeister bat die anwesenden Grundstücksanlieger, das Angebot der Frankenfarm anzunehmen und sich gemeinsam vor Ort ein Bild von den baulichen Vorhaben zu machen.