"Wir sind der Meinung, dass es diese wunderschöne Gemeinde schlichtweg verdient hat, besser regiert zu werden. Deshalb tritt die CSU/NWG heute an, die Mehrheit von SPD/WG zu brechen und einen Wechsel an der Spitze der Gemeinde herbeizuführen." Damit hatte CSU-Ortsverbandsvorsitzender Mark Ständner gleich zu Beginn der Nominierungsversammlung am "Öbersten" in der "Bräuschänke" das Ziel klar umrissen.

Eine Politik, die nur reagiere und nicht agiere, sei nicht zukunftsfähig. Es könne auch nicht angehen, dass Dinge, die problematisch erscheinen, einfach in den nichtöffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung verschoben werden, um sie der Öffentlichkeit zu entziehen. "Wir brauchen ein Gemeindeoberhaupt, das konkrete Ideen hat, wie sich Trebgast im Wettbewerb mit anderen Kommunen behaupten kann, das eine eigene Meinung hat und das mutig und entschlossen für die Interessen der Gemeinde kämpft.
Herwig Neumann erfüllt dieses Anforderungsprofil in vortrefflicher Weise."

"Trebgast braucht den Wechsel"

Nach diesem Plädoyer für den Kandidaten gab Ständner gleich noch die Parole aus: "Trebgast braucht den Wechsel. Wir wollen es schaffen."

Um dieses gemeinsame Ziel zu erreichen, habe man eine "gute Mannschaft mit ausgezeichneten Kandidatinnen und Kandidaten" aus nahezu allen Ortsteilen, allen Altersgruppen und gesellschaftlichen Schichten gewinnen können.

"Zehn Punkte für die Zukunft - zehn Punkte für Trebgast". Diesen Slogan gab Herwig Neumann bei seiner Vorstellung als Bürgermeisterkandidat der CSU/NGW bekannt und zeigte sich kämpferisch: "Ja, ich will vorangehen, ich will gestalten, mit eurer Hilfe will ich es schaffen."

Er wolle Ideen entwickeln, wie man diesen schönen Ort noch schöner, noch besser, noch liebenswerter machen könne, als er ohnehin schon sei. "Zusammen wollen wir das vorhandene Potenzial unserer Heimat, das unsere Vorfahren mit viel Liebe geschaffen haben, steigern und ausbauen." Der demografische Faktor bedrohe zwar besonders Oberfranken. Aber dass müsse nicht so sein. "Wenn wir in unsere nächste Umgebung schauen: Harsdorf, Himmelkron, Neudrossenfeld - das sind alles Gemeinden mit wachsenden Einwohnerzahlen. Wir haben dagegen in den letzten zehn Jahren einhundert Einwohner verloren." Junge Familien fänden in der Gemeinde keinen Platz zum bauen, hier müsse man Alternativen finden.

"Dazu haben wir unsere Abgeordneten, die uns helfen", richtete er den Blick auf MdB Emmi Zeulner sowie auf die Landtagsabgeordneten Martin Schöffel und Ludwig Freiherr von Lerchenfeld. "Ihr Besuch heute bei uns ist ein gutes Zeichen und zeigt ihre Verbundenheit zu Trebgast. Wir dürfen zu ihnen keine Berührungsängste haben, müssen sie ansprechen und auf sie zugehen, um das Beste für unseren Ort herauszuholen."

Zwei spannende Monate

Man werde in der kommenden Zeit das gemeinsam erarbeitete Programm detailliert erklären und auch darstellen, wie man es finanziere, beendete Neumann die Aufzählung dieser zehn Punkte, die den Menschen auf den Nägeln brennen, die wichtig seien für Trebgast. "Die nächsten zwei Monate werden spannend", prophezeite er.
Stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann, der als Wahlleiter fungierte, nannte Neumann einen Kandidaten, der sein Handwerk gelernt hat und weiß, wovon er spricht.

Anschließend wurde Herwig Neumann ohne Gegenstimme als Bürgermeisterkandidat der CSU/NWG gewählt.
Ebenso einstimmig wurde die Liste mit den 24 gemeinsamen Gemeinderatskandidaten abgesegnet. "Eine Mannschaft, auf die ich stolz bin. Menschen, die mitten im Leben stehen und denen unsere Heimat am Herzen liegt", fasste es Neumann noch einmal zusammen.

Umgehung: Hoffnung für 2015

MdL Emmi Zeulner dankte besonders den Kandidaten, die sich auf den hinteren Plätzen zur Verfügung stellen. Sie erläuterte kurz, dass sie in Berlin den Schwerpunkt ihrer Arbeit vor allem darin sieht, den Pflegebereich zu stärken, die Landwirtschaft voranzubringen und den ländlichen Raum zu unterstützen. "Es ist viel zu tun. 2015 steht beispielsweise die Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans an, der für die Region auch ganz entscheidend sein wird. Im Hinblick auf die Umgehung Kauerndorf/Untersteinach hoffe ich, dass wir hier entscheidend vorwärts kommen."

MdL Martin Schöffel resümierte: "Wer heute hierher gekommen ist, hat alles richtig gemacht." Als Bierbrauer könne er nur sagen, Hopfen und Malz ist für Trebgast noch nicht verloren. Neumann habe als kommunalpolitischer Profi die Problem-Themen auf dem Punkt getroffen.

Auch MdL Ludwig Freiherr von Lerchenfeld gratulierte dem "dynamischen Kandidaten, der das kennt, was er anpackt". Der Mannschaft der CSU/NWG rief er zu: "Engagiert euch für die Gemeinde durch Präsenz und Fachwissen. Engagement lohnt sich."

Die Kandidaten