Dieser Tage habe ich wieder mal einen solchen Moment erlebt, als ich nach einem Termin mit dem Dienstauto auf der Landstraße Richtung Redaktion gedüst bin. Entspannt, denn auf der Straße war eigentlich nichts los - bis der große Lkw aufgetaucht ist, der weit über die Fahrbahnmitte geraten war. Der wird schon nach rechts lenken, habe ich mir gedacht, doch meine Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Auch als der Laster nur noch geschätzte 50 Meter von mir entfernt war, ist er schnurstracks weiter auf mich zugerollt. "Was mach' ich jetzt?", habe ich mich gefragt und schon mit dem Gedanken gespielt, mein Auto in den Graben zu setzen, um einen Crash zu vermeiden. Ich hab' dann aber doch "nur" die Hupe gedrückt und Erfolg gehabt.

Dem Herrgott sei gedankt: Der Fahrer ist aufgewacht und hat die Kurve gerade noch gekriegt. Glück und Unglück liegen eben dicht beieinander. Ich hatte Glück, habe am Abend keine Krankenschwester gesehen, sondern mit meinem Sohn im heimischen Wohnzimmer Fußball geschaut.