Wenn der Hund auswärts Urlaub macht, ist das eine spannende Sache. Für Hund und Frauchen.
Man meint es ja gut mit der Fellnase und hat ihr deshalb für eine Woche eine All-inclusive-Ferienunterkunft ausgesucht. Paradiesische Zustände soweit das Hundeauge reicht: Ein großer Garten, der quasi nur zum Toben und Stöckchen-Wurf-Spiel einlädt, on top sogar ein Hundepool. Dass es nur ein Gartenteich mit stinkendem Schlammschmodder ist, interessiert allenfalls das Ferienfrauchen, die in der Hundeferienwoche ziemlich oft den Putzlappen schwingen muss.
Bereits beim Abschied überkommt mich der Trennungsschmerz, gepaart mit den Gedanken, ob die Fellnase sich auch wirklich wohl fühlen und vor allem gut benehmen wird. Dank moderner Technik hat uns das Hundefräulein regelmäßig über Whatsapp wissen lassen, dass sie ihr Ferienfrauchen auf Trab hält und sich pudelwohl fühlt. Dennoch war die Sehnsucht groß und noch größer war die Wiedersehensfreude. Zumindest meinerseits.
Denn das Hundefräulein hat mich schnell wissen lassen, dass sie nicht damit einverstanden war, den Urlaub ohne sie zu verbringen. Sie hat mich gekonnt ignoriert. Ja, ich bin mir sicher, dass Hunde beleidigt sein können!
Offensichtlich ist sie aber nicht nachtragend. Nach kurzer Zeit kam sie mit gut einstudiertem Hundeblick zu mir und hat sich eine große Portion Kuscheleinheiten abgeholt. Inklusive dem Versprechen, niemals mehr ohne sie in den Urlaub zu fahren.
Gut, dass sie nicht nur nachtragend, sondern auch vergesslich ist!