Wenn die beiden Drachenboote der Chiemsee-Flotte auf dem Weißen Main in Kulmbach zu Wasser gelassen werden, ist gute Laune angesagt. Schaulustige stehen an den Zäunen im Schwimmbad Schlange, um das Spektakel mitzuerleben. Die besten Plätze sind auf der Brücke am Weißen Main. Denn von dort aus hat man die gesamte Strecke im Blick.



Acht Teams traten beim dritten Kulmbacher Drachenbootrennen am Samstag an. "Wir sind zum ersten Mal dabei", erzählt Claus Jürgen Dippold von den "Beck'n Zipfeln". Sein Team - ganz in Orange - kann auch Oberbürgermeister Henry Schramm begeistern. Denn Nick Dippold, der Einpeitscher, hat die originellste Mütze des Tages auf: eine Kuhmütze. Zwar klappte es nicht gleich auf Anhieb ins Finale, doch die Beck'n nahmen das gelassen. Der Spaß war da. Und immerhin landeten sie auf Platz sechs, das ist fürs erste Mal gar nicht so schlecht. "Wir machen nächstes Jahr wieder mit", sagte Dippold.
Denn immerhin haben sie das Wasserrettungsteam aus Kulmbach geschlagen und auch die Waterdragons, eine kunterbunt zusammengewürfelte Freibadmannschaft, hinter sich gelassen. Und deren Element ist doch eigentlich das Wasser.

Den wohl besten Spruch haben die Motor Tequilas: "Wir sind Motor - und ihr nicht"- grölten sie auf dem Wasser. Aber die Kraft des Motors reicht letztlich doch nicht. Die Stadtwerke-Piraten, die sich mit Piratentüchern und schwarzen T-Shirts ausstaffiert haben, das Kirchleuser Eisblock Team in Hellblau und die Raps- Ruder Rockers sowie der ATS Kulmbach ziehen an ihnen vorbei und ins Finale ein und liefern sich spannende Kämpfe.

Knappes Duell im Finale
Fast schaut es so aus, als ob die Raps Ruder Rockers mit ihrer Chili-Einpeitscherin Juliane Borger das Rennen für sich entscheiden könnten, doch das ATS Schwimmteam lässt ihnen keine Chance und kann am Ende den Sieg für sich verbuchen. Auch ihrem Outfit legen die ATS-ler zum Finale noch mal kräftig nach. Plötzlich haben sie nicht nur neonfarbene Schwimmützen auf, sondern auch noch pinkfarbene Stummelschwänzchen und eine neonpinkfarbene Kriegsbemalung im Gesicht. Ob das den letzten Kick für die Mobilisierung aller Kräfte gegeben hat?

Auf launige Weise führte Andrea Mandl durch den Nachmittag. "Wenn man sieht, wie viel Spaß die Teams und die Zuschauer haben, muss man einfach sagen, dass das Drachenbootrennen eine gelungene Veranstaltung ist", freut sich Oberbürgermeister Henry Schramm.

Im Anschluss an das Rennen lädt das Freibad noch zur After-Show-Pool-Party ein, bei der alle Teilnehmer und Gäste gemeinsam den Ausklang einen vergnügten Wettbewerbs genießen dürfen.