Wie Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) am Freitag mitteilte, hat die Bundesnetzagentur in dem am Freitag veröffentlichten vorläufigen Prüfungsbericht zum zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplanes (NEP) 2030 alle vom Übertragungsnetzbetreiber TenneT vorgestellten Varianten der Ursprungstrasse P44 (Altenfeld - Grafenrheinfeld) in ihrer Wirksamkeit gleichgestellt.


Durch die Region

Dies bedeutet, dass auch die Trassenvarianten P44mod (Altenfeld über Würgau nach Ludersheim) sowie zwei weitere Untervarianten wieder diskutiert werden. Dies betrifft Strecken von Altenfeld über Remptendorf und Würgau nach Ludersheim (und würde durch die Landkreise Kronach, Lichtenfels und Bamberg führen) sowie Altenfeld über Remptendorf nach Mechlenreuth im Landkreis Hof (eine Strecke, die durch den Landkreis Kulmbach führen würde). Der Neubau wäre jeweils im vorhandenen Trassenraum des Ostbayernrings vorgesehen.


TenneT gegen Varianten

TenneT dagegen hatte das Projekt P44 in seiner Ursprungsvariante als vorzugswürdig erachtet. Das Projekt P44 sei die netztechnisch und wirtschaftlich sinnvollste Variante, hatte es in dem im Mai 2017 veröffentlichten zweiten Entwurf des NEP von TenneT geheißen. Die P44 mod und ihre Varianten seien nicht nur länger, kostenintensiver und abhängig von anderen Projekten, sondern schafften vor allem wieder neue Betroffenheit.

Daher wendet sich MdB Zeulner in einem Brief, in dem sie zum gemeinsamen Widerstand gegen die Trassenvarianten aufruft, an die Bürgermeister der Region. Sie schreibt: "Unsere Heimat trägt mit der Thüringer Strombrücke, dem Ostbayernring und dem SüdOstLink bereits ihren Teil zur künftigen Versorgungssicherheit bei. Ich werde mich sowohl gegen eine P44 mod als auch die anderen beiden Varianten vehement stellen."