Es müsste Zeitungen geben,

die immer das mitteilen,

was nicht ist:

Keine Cholera! Kein Krieg!

Keine Revolution! Keine Missernte! Die tägliche Freude über die Abwesenheit großer Übel würde zweifellos die Menschen fröhlicher machen."

Diese Verse sind einiges mehr als 100 Jahre alt und heute aktueller denn je. Sie stammen von dem deutschen Dichter Christian Morgenstern.

Nun ist das mit den Nachrichten so eine Sache: Wir Journalisten machen sie nicht, wir berichten darüber - über die schlechten und über die guten. Manchmal wird uns unterstellt, uns wären die schlechten lieber, da sie die zugkräftigeren Schlagzeilen liefern.

Das stimmt nicht! Wir freuen uns genau wie Sie über gute Nachrichten, gerade in der aktuellen Situation, wo uns alle wegen der Corona-Pandemie viele Sorgen plagen und allerlei Einschränkungen unseren Alltag prägen.

Und wir suchen und finden immer wieder Geschichten, die Hoffnung machen. Wir dürfen von Menschen erzählen, die in der Krise Außergewöhnliches leisten oder die in einer scheinbar aussichtslosen Situation ein großes Glück erfahren haben. Eine solche Geschichte lesen Sie heute auf dieser Seite.

Freilich kommen wir nicht darum herum, auch unerfreuliche Nachrichten zu verbreiten. Es gehört zu unserer Aufgabe, Sie zu informieren, zu erklären, Hintergründe zu erläutern. Aber wir versprechen Ihnen, dass wir auch weiter über all das berichten werden, worüber wir uns freuen dürfen.

Der Empfehlung Morgensterns schließen wir uns da nicht direkt an, auch wenn es für den Moment verlockend klingt. Wir schreiben, was ist - und natürlich am liebsten dann, wenn es etwas Erfreuliches ist.