Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhinderte gestern Nachmittag eine Katastrophe auf einem Reiterhof in der Gemeinde Mainleus. Beim Brand der Sattelkammer des Zentbacher Hofes in Schwarzach entstand nur Sachschaden. Menschen oder Tiere wurden nicht verletzt.

Vorsorglich hatte die Einsatzleitstelle ein Großaufgebot der Feuerwehr alarmiert, die unter anderem vorsorglich auch mit der großen Drehleiter anrückte.

Nach Angaben der Feuerwehr bemerkte man auf dem Zentbacher Hof das Feuer in der Sattelkammer und setzte um 15.35 Uhr den Notruf ab. Drei Pferde, die sich in unmittelbarer Nähe der Sattelkammer befanden, wurden in Sicherheit gebracht. "Die Pferde waren sehr aufgeregt", berichtete eine Augenzeugin. In der Reithalle herrschte kein Betrieb, die anderen Pferde waren auf der Koppel.

Schwerer Atemschutz

Als erste trafen die Feuerwehren aus Schwarzach und Schmeilsdorf am Brandort ein. Der Schwarzacher Kommandant Steffen Hühnlein übernahm die Einsatzleitung. Die Wasserverbindung bei dem Pferdehof (vormals Geo Schneider) gegenüber der ehemaligen Raiffeisenbank war schnell aufgebaut. Mit Schwerem Atemschutz rückten die Feuerwehrleute zum Brandherd in der Sattelkammer vor. Es gelang ihnen, die Flammen zu löschen, bevor das Feuer auf das Stall- und Scheunengebäude übergreifen konnte. Sicherheitshalber hatte man auch den Strom abgestellt.

Zwischenzeitlich trafen weitere Feuerwehren aus Rothwind, Danndorf, Mainleus, Kulmbach und Stadtsteinach ein. Insgesamt waren 95 Feuerwehrleute, Polizei, THW und das Bayerische Rote Kreuz mit drei Rettungswagen im Einsatz.

Nachdem der Brand gelöscht war, wurde die Sattelkammer gelüftet. Mit der Wärmebildkamera suchte die Feuerwehr nach Glutnestern. Nach und nach wurde eine Menge verkohltes Material aus dem zerstörten Raum nach draußen geschafft.

Brandursache unbekannt

Zur Brandursache gab es gestern Nachmittag noch keine Erkenntnisse. Die Polizei schützte die Schadenshöhe auf weniger als 50 000 Euro. Deshalb übernimmt nicht die Kripo die weitere Sachbearbeitung, sondern die Polizeiinspektion Kulmbach.

Die Ortsdurchfahrt in Schwarzach und Schmeilsdorf war bis 17 Uhr gesperrt. Die Bewohner der umliegenden Häuser wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.