Der 90. Geburtstag der Firma Raps im vergangenen Jahr war ein Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens. "Ein Meilenstein, an dem man sich die Frage stellt: Wie geht es weiter?" Und diese Frage beantwortete Geschäftsführerin Maria-Johanna Schaecher gleich selbst: mit Investitionen in Technologien, mit dem richtigen Kundenfocus, einer Internationalisierung und einer Optimierung der Wertschöpfungskette.

Einhergehend mit dieser Neupositionierung präsentiert sich die Firma mit neuem Logo und neuem Auftritt.

"Wir wollen mit unseren Kunden Innovationen entwickeln. Wir besitzen die Beratungskompetenz und das Wissen um die Rohstoffe", erklärte die Geschäftsführerin bei der Vorstellung der Unternehmensziele vor Journalisten aus ganz Deutschland. Allein für die Weiterentwicklung von Technologien seien 18 Millionen Euro in einem Drei-Jahres-Projekt zur Verfügung gestellt worden.

Es sollen neue Vertriebswege erschlossen werden - dabei hat Maria-Johanna Schaecher den Lebensmitteleinzelhandel im Blick. "Wichtig ist, die richtigen Rohstoffe zur richtigen Zeit in der richtigen Qualität zur Verfügung zu haben." Und das könne Raps bieten.

180 Millionen Euro Umsatz hat sich Raps für das Jahr 2015 vorgenommen, 2014 lag man knapp darunter. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen betrug 15,2 Millionen Euro. 900 Mitarbeiter - davon 570 in Kulmbach - sind für Raps tätig. In sieben Produktionsstätten in Europa und weltweit werden über 40000 Tonnen an unterschiedlichen Lebensmittelinhalts- und Zusatzstoffen pro Jahr hergestellt.

Und Raps will wachsen: Dazu gibt es nach den Worten der Geschäftsführerin zwei Wege. Zum einen ist das ein organisches Wachstum auf den internationalen Märkten, vor allem in Asien sowie in Nord- und Südamerika. Zum anderen ist die Akquisition anderer Unternehmen eine Möglichkeit. "Wir können uns Übernahmen im In- und Ausland vorstellen und werden bestimmt etwas in dieser Richtung machen, wenn wir das Richtige finden."

Ziel sei es, das Unternehmen und den Standort signifikant weiterzuentwickeln. Personalplanung und Wachstum müssten dabei Hand in Hand gehen.

Und mit Blick auf die Mitarbeiter erklärte sie, dass man nicht mit dem Standort punkten könne, sondern mit dem Unternehmen punkten müsse, weil es Hochschulabgänger in der Regel in die Großstädte ziehe.