"Unser Landkreis ist im vergangenen Jahr - Gott sei Dank - mit einem blauen Auge davongekommen. Das Größte konnte wohl auch dadurch verhindert werden, weil ihr sofort zur Stelle wart", würdigte Söllner.

Ganz unproblematisch ist es aber in Bereichen von Himmelkron, Mainleus, Neudrossenfeld und dem Weißmaintal doch nicht abgegangen: In Ködnitz und Trebgast/Waizendorf waren außer landwirtschaftlichen Ernte- und Aufwuchsschäden besonders zwei Anwesen durch sturzbachartige Überschwemmung eines Kellers, und Zerstörung einer gesamten Abwasserversorgung betroffen. Die Folge waren irreparable Schäden an Haushaltsgeräten, Böden und Wänden sowie Unmengen von angespültem Schotter, Splitt und Schlamm. Die Gemeinde Trebgast musste am Badesee für Wegeinstandsetzung, Reparatur der Stege und Ersatzbeschaffung von Tretbooten etwa 16 000 Euro aufwenden.
Von den im Landkreis insgesamt ausgezahlten und von der bayerischen Staatsregierung zur Verfügung gestellten Finanzhilfen von 94 600 Euro entfielen 83 250 Euro auf land- und forstwirtschaftliche Betriebe und 11 350 Euro auf Privathaushalte.

Noch drei Flachwasserboote

"Der Landkreis will auch künftig gewappnet sein und hat aufgrund einschlägiger Erfahrungen heuer noch drei Flachwasserschubboote angeschafft. Sie sind ein wichtiges Einsatzmittel bei Überschwemmungen und Hochwasserlagen, durch untergebaute Räder auch bei Niedrigwasser verwendbar und für Evakuierungen und Transport von Personal und Material geeignet", begründete der Landrat diese Investition, die mit 70 Prozent bezuschusst wurde. Der Freistaat habe entschieden, als kleines Zeichen der Anerkennung die ehrenamtliche, unentgeltliche und selbstlose Tätigkeit der an den verschiedensten Orten eingesetzten Helfer mit einem Abzeichen "Fluthelfer 2013", einer personalisierten Dankurkunde sowie einem Gratulationsschreiben von Innenminister Joachim Herrmann zu würdigen.

"Mit der Überreichung in einem geeigneten Rahmen wollen wir euch unsere Dankbarkeit bekunden und der Öffentlichkeit zeigen, wie wichtig eure Aufgabe ist. Wir würden uns wünschen, dass euer Einsatz als Beispiel dienen kann, insbesondere junge Leute für den Feuerwehrdienst zu gewinnen."

In die gleiche Kerbe schlug Kreisbrandmeister Wolfgang Kunert: "Wenn plötzlich aus kleinen Bächlein Sturzbäche mit Schlammlawinen werden, die ganze Straßen mit Geröll überfluten und Keller unter Wasser setzen, ist das Wichtigste, dass es noch Leute gibt, die bereit sind zu helfen und notfalls die ganze Nacht im Einsatz sind, um mit schwerem Gerät, Frontladern und Pumpen, Straßen und Keller sauber zu bekommen."

Trebgasts Bürgermeister Werner Diersch sieht es als selbstverständlich an, für die technische Hilfeleistung die notwendige Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. "Weil wir wissen, dass diese Mittel gut eingesetzt werden, ist uns das als Kommune jeden Euro wert."