Joggen oder Wandern auf frisch gefallenem Schnee, glitzernde Eislandschaften im Sonnenlicht:

Hach - schön!

Morgens, mittags, abends die Autoscheiben freikratzen:

eher bäh!

Richtig fies ist, wenn man früh morgens, kurz bevor die Müllabfuhr kommt, bibbernd mit einem Säckchen Restmüll neben der dafür vorgesehenen Tonne steht und den Deckel nicht mehr aufkriegt. Zugefroren!

Hilft nichts. Schnell die Schneemütze von der Tonne schaufeln, den Eiskratzer aus dem Auto holen und versuchen, die unerwünschte Eis-Dichtung am Deckel aufzuhebeln.

Nach zwei Minuten sind die Finger eiskalt und taub, und ich kann das Müllauto vorne in unserer Straße schon hören. Jetzt oder nie, sonst bleibe ich zwei Wochen auf meiner vollen Tonne sitzen.

Eine Minute später hält der Müllschlucker vor dem Haus, und nach einem letzten verzweifelten Rütteln löst sich auch der Deckel, als wäre nichts gewesen. Tüte rein, und schon nimmt mir der Müllwerker die Tonne ab. Glück gehabt. Nochmal brauche ich das in diesem Winter nicht unbedingt.

Obwohl es gerade erst Februar ist: Ich freue mich schon auf einen schönen Frühling, auf wärmende Sonnenstrahlen, und darauf, dass sich ein Teil unseres Lebens wieder draußen abspielt.