Der Mut von Bürgermeister Marc Benker (CSU) mit seinem Marktgemeinderat und die Mühen der Mitglieder der örtlichen Vereine und Verbände hatten sich am Samstagabend gelohnt, denn über 200 Musikfreunde waren zum Goldbergsee gepilgert, um "Susal - die Partyhexe" und frühere Frontfrau der "Isartaler Hexen" bei ihrem Gratis-Konzert live zu erleben. Sie wurden nicht enttäuscht und erlebten auch mit "Abstand" einen ausgelassenen und fröhlichen Konzert-Abend.

Die Marktschorgaster hatten dabei wirklich Glück mit dem Wetter, das sich nach kleinen Regenschauern am Morgen im Laufe des Nachmittages dann von seiner besseren Seite zeigte und trocken blieb.

Dennoch, die Besucher taten gut daran, sich mit Decken und Winterkleidung auszurüsten, denn nach der Pause sank das Barometer unter die 10 Grad ab.

"Susal" gab aber alles und "heizte" mit uriger Volksmusik und fetzigen Schlagern kräftig ein, wobei ihr neues Album die Fans ebenso begeisterte wie der Mix aus zünftiger Musik-, Schlager-, Rock- und Popmusik.

Bürgermeister Marc Benker freute sich über den guten Besuch in einem schwierigen Jahr. "Wir haben versucht, diese Situation heute Abend wenigstens ein bisschen fröhlich zu machen. Wir wollen feiern, aber mit Abstand."

Nicht ohne Grund betonte der Bürgermeister, dass mit dem Corona-Schutzkonzept sehr hohe Hürden an die Veranstalter gelegt wurden und das Landratsamt deren Einhaltung überprüft hatte. Zudem habe eine Sicherheitsbegehung mit der Polizei stattgefunden. Die Marktgemeinde hatte eines der zehn verlosten Gratis-Konzerte der ehemaligen Hexe gewonnen.

Der Goldbergsee bebte zwar am Samstagabend nicht, dafür waren die Temperaturen einfach zu frisch, aber die über 200 Unentwegten erlebten eine starke Show sowie eine Solo-Künstlerin an ihrer Steirischen mit einer grandiosen Stimme und einer tollen Performance.

Im Laufe des Abends stellte die "Partyhexe" einmal mehr unter Beweis, dass die Show-Bühne und die Musik ihre große Leidenschaft sind. Und das kommt nicht von ungefähr, denn bereits ab ihrem sechsten Lebensjahr erlernte sie die ersten Instrumente und ist seither auf kleinen und großen Bühnen zu Hause. 2008 stieß sie zu den Isartaler Hexen und war fortan Leadsängerin und Frontfrau dieser Formation.

Doch damit nicht genug, die fleißige Wahl-Zillertalerin, schuf sich 2010 ihr zweites Standbein: Sie trat in den Hexen-Pausen solo in der Apres-Ski und Party-Szene auf. Längst ist Susal zu einer festen Größe in der Branche geworden.

Das Allround-Talent präsentierte am Goldbergsee in "wohldosierter Power" ein Coverprogramm aus den Top-Charts/Kulttiteln, gepaart mit eigenen brandneuen Partysongs, dabei so vielseitig, wie man sie auch noch von den "Isartaler Hexen" auf der Bühne des Kulmbacher Bierfest-Stadels kennt.

Die Besucher waren begeistert. Eine Gruppe von fünf Frauen reiste eigens von Kronach an, um Susal wieder live zu erleben. Sie stellten übereinstimmend fest: "Einfoch schee!

Gemeinderat Andree Barth: "Ich finde es total super, was hier abgeht und was von unseren Marktschorgastern organisiert wurde. Ich hatte nicht gedacht, dass das Konzert so einschlägt. Es gab natürlich Kritiker, aber die Mühen haben sich gelohnt."

Ähnlich sah es auch sein Gemeinderatskollege Gerd Homski: "Es ist ein guter Abend geworden, die Mühen für den Aufbau haben sich gelohnt. Unser Bürgermeister war von Anfang optimistisch, viele waren pessimistisch. Aber er hat uns überzeugt, und ich muss sagen, er hat Recht gehabt."

Am Ende des Konzerts - das Thermometer stand schon bei 7 bis 8 Grad - sprach Bürgermeister Marc Benker von einer unglaublich tollen Gemeinschaftsleistung und zeigte sich natürlich begeistert: "Wir sind glücklich, dass das Wetter gehalten hat. Glücklich sind auch unsereBesucher, die heute gekommen sind. Hier haben in den letzten Wochen alle zusammengehalten. Auch unsere Verwaltung und der Bauhof waren dabei. Es war eine unglaublich tolle Leistung, die gezeigt hat, was ein Dorf schaffen kann, wenn es zusammenhält.