Erneut hatten sich die Big-Bands des CVG und des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums (MGF) zusammengetan und eine Gastband eingeladen - dieses Mal vom Frankenwaldgymnasium in Kronach.

"Dieser Konzertabend ist immer ein schulübergreifendes Highlight des Jahres", sagte Ulrike Endres, Schulleiterin des CVG, zur Begrüßung. Und tatsächlich boten die Schüler und Lehrer, die in den Bands spielten, ihr ganzes Können auf und unterhielten die Zuschauer im ausverkauften Saal mit Klassikern und modernen Stücken des Big-Band-Genres.

Mit "New York, New York" machte die MGF-Band unter der Leitung von Edgar Stübinger den Auftakt und entführte die Besucher im Anschluss musikalisch nach Lateinamerika. "Aquarela do Brasil" hieß das Stück, bei dem alle Füße automatisch mitwippten, und Edgar Stübinger wusste: "Das Lied entstand in einer regenreichen, stürmischen Nacht." Zu einem Stück überließ er sogar Paul Wachter, Schüler und 1. Trompeter der MGF-Big-Band, das Dirigentenpult.

Als nächstes betrat die "All Star Big Band" des CVG unter der Leitung von Thomas Schimmel die Bühne, und die hatte etwas Besonderes mit im Gepäck. Als Projektchor hatten sich die "Vischer-Voices" formiert, Schüler, Lehrer und Referendare, die mit ihren Stimmen die groovigen Klänge der CVG Big Band unterstützten. "Dieser Chor tritt heute zum ersten Mal in dieser Formation auf und hat sich extra für den heutigen Abend gegründet", sagte Thomas Schimmel.

Die zweite Konzerthälfte nach der Pause bestritt die Big-Band des Frankenwald-Gymnasiums unter der Leitung von Ralf Probst. Der Vollblut-Percussionist, der so manchem Kulmbacher von diversen Vernissagen des Kunstvereins bekannt sein dürfte, gab mit seiner Band ebenfalls Klassiker zum Besten, zum Beispiel den bekannten Song "Night and Day", den Sängerin Chiara Mitter einfühlsam vortrug. Mit "A Night in Havana", einer kubanischen Salsa, schloss der musikalische Reigen, in dem sich aus allen drei Bands große musikalische Talente präsentiert hatten.

Ein wahrer Ohrenschmaus für Liebhaber der Big-Band-Musik, unterhaltsam und mitreißend. Das fasste auch Ulrike Endres - freilich mit einem kleinen Augenzwinkern - zum Abschluss nochmals mit den Worten zusammen: "Wir Oberfranken sind weder schwerfällig noch zu gemütlich, wir haben den Rhythmus im Blut - wir sind quasi die Brasilianer Deutschlands!"