Der Porsche im Schlafzimmer

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Eine gute Matratze zu finden gleicht einer Odyssee. Doch wenn man auf einen erholsamen Schlaf Wert legt, dann muss man lange Suchen - und tief in die Tasche greifen.

Schon Bertolt Brecht wusste, dass man so liegt, wie man sich bettet. Da muss ich ihm zweifelsfrei Recht geben. Denn wie wahr dieses Sprichwort ist, wurde uns nach einem Boxspringbett-Fehlkauf schmerzlich klar. Im Grunde ist dieses nämlich nur ein Boxbett. Ohne Sprung, weil es keine Federn enthält, was unser Rücken uns jeden Morgen aufs Neue zu spüren gibt.

Den Fehler, dass wir wieder etwas kaufen, ohne uns vorher ausführlich zu informieren, machen wir kein zweites Mal. Daher haben wir in den vergangenen Tagen nach langem suchen und studieren von unzähligen Erfahrungsberichten und Warentests endlich eine neue Schlafunterlage gefunden, mit welcher wir nun künftig Frühmorgens hoffentlich nicht mehr aus dem Bett kriechen und als erstes zur Voltaren-Tube greifen .

Dabei kann man bei der Auswahl einer neuen Matratze schon schier verzweifeln. Federkern hier, Kaltschaum da, doppelte Beschichtung an Wohlfühllagen dort - die Reizüberflutung aufgrund der endlosen Auswahl gibt es obendrauf. Mittlerweile lässt sich das Angebot kaum noch überblicken. Da wollen Emma, Bodyguard, Concord und wie sie alle heißen die besten sein und einem den erholsamsten Schlaf aller Zeiten suggerieren. Zugegeben, den hatte ich zuletzt vor knapp sechs Jahren. Dann kam der Nachwuchs.

Doch nun bekommen wir bald DIE Matratze. Den Porsche unter den Bettpolstern, der mich endlich wieder schlafen lässt, wie ein Murmeltier - der allerdings ein wahrhaftiges Vermögen gekostet hat.

Das Gute daran: Das Geld, welches wir nun in die Matratze investiert haben, muss nicht mehr unter selbiger gebunkert werden.