Um die Bauleitplanung für das Gewerbegebiet "Wirsberger Straße I" ging es in der Gemeinderatssitzung am Montagabend. Das Gremium brachte die Erweiterung und damit vierte Änderung des Bebauungsplans einstimmig auf den Weg. Die Unterlagen werden erneut ausgelegt und die Träger öffentlicher Belange angehört.

Werkstatt und Förderstätte sollen entstehen

Architektin Astrid Kromer-Ott vom Büro A + I aus Neudrossenfeld stellte den überarbeiteten Bebauungsplan samt integriertem Grünordnungsplan für das 7,5 Hektar große Gewerbegebiet vor. Neu sei die Forderung nach einem weiteren Regenrückhaltebecken im nord-westlichen Teil mit einen Volumen von 600 Kubikmetern. Bei der Erschließung habe man dem Wunsch der Diakoneo Neuendettelsau Rechnung getragen, die auf dem Gelände spätestens im Frühjahr 2021 mit dem Bau einer Werkstatt und Förderstätte für Menschen mit Behinderung beginnen will. Die notwendigen Ausgleichsflächen sind in der Nähe von Schlömen vorhanden.

Horst Schirmer (NG) wollte wissen, ob die Abwasserfragen mit den Fachbehörden geklärt sind. Astrid Kromer-Ott dazu: "Es ist alles abgeklärt und in die Planung eingearbeitet." Schirmers Nachfrage, ob das Regenrückhaltebecken Teil der Erschließungsmaßnahmen sei, verneinte die Verwaltung.

Warum nicht gleich größer?

Für Ralf Pistor (CSU) stellte sich die Frage, ob das Becken mit Blick auf eine mögliche weitere Entwicklung des Gewerbegebiets nicht gleich größer geplant werden sollte: "Mir geht es um eine mittelfristige Planung, denn dann könnten wir uns Manches ersparen."

Roland Fischer (FW) indes zeigte kein Verständnis dafür, dass das vorhandene Regenrückhaltebecken aus Gründen des Naturschutzes nicht erweitert werden kann. Gernot Kintzel (CSU) hielt die Diskussion nicht für zielführend, zumal die Gemeinde Neuenmarkt keine Grundstücksbevorratung betrieben habe. "Wir müssen zur Planung stehen, denn Diakoneo hat die Grundstücksfläche für ihr Bauvorhaben unter den Voraussetzungen gekauft."

Bürgermeister Alexander Wunderlich (CSU) gab bekannt, dass die Firma Bayernwerk beim Ausbau der Laubenstraße, der gegenwärtig von der Firma Günther-Bau aus Stadtsteinach umgesetzt wird, Leerrohre für einen späteren Glasfaseranschluss einbauen wird. Die Kosten belaufen sich auf 32 000 Euro. Ende September soll das Projekt abgeschlossen sein.

Doppelhaus geplant

Für die nächste Sitzung kündigte der Bürgermeister eine Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich der Wohnhäuser in der Wirsberger Straße an, die früher den Textilwerken Kneitz gehörten.

Hier ist auf einer gewerblichen Fläche der Bau eines Doppelwohnhauses mit Garagen geplant.

Umfangreich waren die weiteren Anfragen aus dem Gremium. Ralf Pistor verwies auf eine Schadensstelle in der Königsberger Straße und hielt die Fällung einer Birke beim Kinderspielplatz in Hegnabrunn für notwendig. Sonja Promeuschel (NG) erinnerte an die Beratung und Verabschiedung des Haushalts 2020 und bat darum, die Entsorgung von kompostierbaren Friedhofsabfällen am Container für die älteren Besucher zu verbessern. Promeuschel regte außerdem das Anlegen einer Blühfläche im Friedhof an.