Es war ein spektakulärer Unfall, der sich am Sonntag Mittag in Untersteinach ereignet hat: Gegen 10.20 Uhr befuhr ein Linienbus, aus Stadtsteinach kommend, die Bundesstraße 289 in der Hauptstraße in Richtung Kulmbach.

Als sich am Ortseingang in der scharfen Linkskurve kurz nach der Eisenbahnunterführung plötzlich ein seitlicher Haltebügel neben dem Fahrersitz öffnete, rutschte der Fahrer nach rechts von seinem Sitz und stürzte zu Boden.

Keine Fahrgäste

Der 62-Jährige konnte den Bus nicht mehr lenken. Sein Versuch, halb am Boden liegend mit dem Fuß doch noch das Bremspedal zu erreichen und das Fahrzeug zum Stehen zu bringen, scheiterte. Führerlos geriet der Bus, in dem glücklicherweise keine Fahrgäste saßen, 20 Meter nach der Kurve auf die linke Straßenseite. Er rollte über den Gehsteig und den Vorgarten des Hauses mit der Nummer 50.

Das Fahrzeug schrammte sodann an der Hauswand entlang, riss dabei die unteren Treppenstufen des Eingangsbereichs mit und kam erst an der Treppe des Nachbarhauses zum Stehen.

Hoher Schaden

Nach einer ersten Schätzung bezifferte die Stadtsteinacher Polizei den Schaden am ersten Haus auf rund 40.000 Euros. Am zweiten Haus wurde nur die Treppe beschädigt. Den Schaden am Bus schätzt der Busunternehmer selbst auf 15.000 Euro. Das total beschädigte Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Auch der Fahrer, der im Schienenersatzverkehr unterwegs ist und gerade seine Arbeit aufgenommen hatte, blieb unversehrt. Er war mit dem Bus auf dem Weg nach Lichtenfels.

Bundesstraße war gesperrt

Die Untersteinacher Feuerwehr sichert die Unfallstelle und regelte den Verkehr in der Hauptstraße. Ein Abschleppwagen nahm den Bus, dessen vordere linke Seite total zerfetzt war, an den Haken. Für die Dauer der Bergung musste die Hauptstraße in beiden Richtungen für etwa 60 Minuten gesperrt werden. In der Folge stauen sich die Fahrzeuge in Untersteinach in beiden Fahrtrichtungen.