Mitten in der Nacht verlor ein Reisebus mit Schülern eine erhebliche Menge Diesel und blieb auf der A9 bei Marktschorgast liegen.
Ein Reisebus hat in der Nacht von Donnerstag (18. Juni 2026) auf Freitag (19. Juni) auf der A9 bei Marktschorgast (Landkreis Kulmbach) eine große Menge Diesel verloren und damit einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Im Bus befanden sich laut Angaben der Verkehrspolizei Bayreuth 52 Schülerinnen und Schüler aus dem Großraum Posen (Polen) im Alter von 17 bis 18 Jahren sowie mehrere Lehrkräfte, die in Richtung Berlin unterwegs waren.
Laut Polizei war ein technischer Defekt Schuld an dem Dieselleck am Reisebus. Der Bus zog eine etwa zwei Kilometer lange Dieselspur auf dem Standstreifen, ehe er dort liegen blieb. Daraufhin wurde die Verkehrspolizei sowie die Feuerwehren Himmelkron, Lanzendorf, Marktschorgast und Neuenmarkt alarmiert. Die Autobahnmeisterei Münchberg sicherte den Verkehr ab und reinigte schließlich die Fahrbahn.
A9 bei Marktschorgast: Buspanne sorgt für Großeinsatz - Schüler spielen Volleyball an Autohof
Durch die Busfirma wurde ein technischer Servicedienstleister aus Bayreuth organisiert, der vor Ort einen Reparaturversuch unternahm. Jedoch waren die erforderlichen Ersatzteile nicht vorrätig. Die schnellste Option stellte hier eine Lieferung der Ersatzteile aus Polen dar, die aber dennoch mehrere Stunden Zeit in Anspruch nahm. Um die Schülerinnen und Schüler bis dahin aus dem Gefahrenbereich der Autobahn zu bringen, wurden sie mithilfe mehrerer Feuerwehrfahrzeuge samt Gepäck innerhalb weniger Minuten zum nahegelegenen Autohof transportiert.
Der Reisebus konnte kurz darauf ebenfalls zum Autohof abgeschleppt werden. Als eine Streife den Autohof einige Stunden später überprüfte, traf sie die Schüler beim Volleyballspielen auf dem leeren Parkplatzgelände an. Für die Dauer der Fahrbahnreinigung waren der Standstreifen und die rechte Fahrspur in Richtung Berlin gesperrt.