Im BRK-Altenheim Haus "Rotmaintal" in Neudrossenfeld entspannt sich die Situation. Nach den PCR-Reihentestungen auf das Coronavirus, die am Dienstag im Haus durchgeführt wurden, hoffen die Verantwortlichen, dass die vom Gesundheitsamt bis zum 1. April ausgesprochene Quarantäne für die Einrichtung nicht verlängert werden muss.

Am vorletzten Wochenende musste, wie berichtet, das Haus für Besucher geschlossen werden, nachdem vier Bewohnerinnen und zwei Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Drei der betroffenen Bewohnerinnen sind bereits vollständig geimpft. Ihnen geht es, wie Heimleiterin Ulrike Schramm betont, weiterhin gut. Bei zwei der Seniorinnen seien inzwischen auch schon die Schnelltestergebnisse negativ.

Corona-Ausbruch in Seniorenheim: Eine Bewohnerin im Klinikum

Die vierte Bewohnerin, nicht geimpft, wird weiterhin im Kulmbacher Klinikum behandelt. Aber auch ihr geht es laut Ulrike Schramm schon besser. "Wir haben die konkrete Hoffnung, dass wir diesen Ausbruch bald hinter uns haben."

Am Montag waren, wie es in einem solchen Fall vorgesehen ist, Vertreter des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zusammen mit der Kulmbacher Heimaufsicht im Haus "Rotmaintal", um sich zu vergewissern, dass die getroffenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen greifen.

"Es gab einige wenige Hinweise zu Abläufen, aber nichts Wesentliches zu beanstanden", freuen sich Kreisgeschäftsführer Jürgen Dippold und Heimleiterin Ulrike Schramm. Die Fachleute haben laut Dippold die getroffenen Isolationsmaßnahmen, die das BRK-Seniorenheim umgehend nach Bekanntwerden der positiven Fälle getroffen hatte, ausdrücklich gelobt.

Dass das Haus so schnell reagiert und die betroffenen Bewohner in einem völlig abtrennten Bereich untergebracht hat, sieht Jürgen Dippold schon allein deswegen als erfolgreich an, weil keine weiteren Infektionen festgestellt wurden. Das Virus habe sich bisher im Haus nicht weiterverbreitet. Alle Schnelltests bei den nicht unmittelbar betroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern bislang durchwegs negativ ausgefallen.

"Es gibt Angehörige, die an der Verhältnismäßigkeit der Quarantänemaßnahmen zweifeln", sagt Jürgen Dippold über die Kritik, die es durchaus auch gebe. Er betont ausdrücklich, dass auch dem Träger und dem Team des Neudrossenfelder Heims die verhängte Quarantäne mit all ihren Folgen nicht leichtgefallen sei. "Aber sie war unumgänglich, behördlich angeordnet und zum Schutz aller Beteiligten."

"Ich hoffe sehr, dass wir bis Donnerstag aus der PCR-Reihentestung ausschließlich negative Ergebnisse erhalten", spricht Ulrike Schramm aus, was das gesamte Team des Hauses "Rotmaintal" und auch der Träger der Einrichtung sich wünschen.

Für Jürgen Dippold ist klar: "Der Verlauf dieses Ausbruchs zeigt, wie wichtig die Impfung ist und welchen Nutzen sie gerade auch unseren Seniorinnen und Senioren bringt."

Entspannung auch im Wohnstift

Entspannt hat sich auch die Lage im Evangelischen Wohnstift in der Tilsiter Straße in Kulmbach, wo in der vergangenen Woche ebenfalls einige Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Die Kulmbacher Diakonie, die Träger dieses Altenheimes ist, will heute am Mittwoch eingehender über das Thema informieren.

Die Tests der Bewohner beider Häuser hatten ergeben, dass es sich um die britische Mutation des Virus handelt, die als deutlich ansteckender gilt als die bislang bekannte Variante.