Mit schwerem Gerät werden die Spunddielen acht Meter tief in den Boden im Ängerlein getrieben. Sie dienen zur Absicherung der Baugrube. Die Stadtwerke legen dort - unweit des Hochhauses - einen Schacht an, um die Kanäle an einen Stauraumkanal anzubinden, der Rohre mit einem Durchmesser von 2,20 Metern erhält.

Dieser Stauraumkanal mündet letztendlich in das Regenüberlaufbecken, das nahe der Pörbitscher Brücke entsteht und mit der Flutmulde verbunden ist.


Ampel bis Mittwochabend

Schon lange ist der linke Abschnitt des Ängerlein bei der Einmündung des Pörbitscher Wegs für den Verkehr gesperrt. Wer von der Albert-Ruckdeschel-Straße/Pörbitscher Weg kommt, muss dort rechts abbiegen. Seit Montag steht nun noch eine Ampel kurz hinter der Pörbitscher Brücke beziehungsweise rund 50 Meter weiter im Ängerlein.
Eine Bedarfszufahrt ist angelegt, die vom Verkehr jeweils nur in eine Richtung befahren werden kann.

Bis Mittwochabend soll die Ampel bleiben, wenn alles nach Plan verläuft, erklärt Polier Thomas Wiedel von der Baufirma Günther-Bau aus Stadtsteinach.

Die Bauarbeiter brauchen Platz für das Setzen der Spunddielen und für die schweren Maschinen. "In der Zeit ist der normale Straßenabschnitt gesperrt, muss die Notumfahrung genutzt werden."

Um die "sensible Lage der Baustelle" weiß auch der Leiter der Stadtwerke Kulmbach, Stephan Pröschold. "Deshalb ist es unser Ziel, diese Beeinträchtigung so kurz wie möglich zu halten."

Die Inbetriebnahme der Entwässerungsanlage (inklusive Regenüberlaufbecken) ist für Anfang Herbst geplant, erklärt Stephan Pröschold weiter. In diesem Jahr soll auch der bislang gesperrte Abschnitt des Ängerleins wieder hergerichtet, asphaltiert und für den Verkehr freigegeben werden.

Während der Umbau der Flutmulde ins Zuständigkeitsgebiet des Wasserwirtschaftsamts fällt, sind der Kanal und das Regenüberlaufbecken Sache der Stadt Kulmbach. Die Stadtwerke investieren in das Gesamtprojekt rund 6,5 Millionen Euro.

Das Regenüberlaufbecken ist Bestandteil des Generalentwässerungsplans der Stadt, der bereits in den 1990er Jahren ausgearbeitet wurde. Pröschold ist froh, dass die Baustelle nun "Richtung Ende" geht. "Es war ja eine große Maßnahme, die den Anwohnern durchaus Beeinträchtigungen gebracht hat."