Die Situation am "Weiherweg" in Trebgast ist weiterhin unklar. Unsicherheit herrscht derzeit darüber, ob die DB AG den Bahnübergang Ende dieses Monats schließt. Zu diesem Termin läuft die interne Betriebsgenehmigung für den Übergang aus. Die Bahn AG beabsichtigt, hier künftig nur noch Fußgänger und Radfahrer queren zu lassen.

Bürgermeister Werner Diersch (SPD/WG) ist zwar nach wie vor guter Dinge, dass es noch zu einer einvernehmlichen Lösung kommt und der Übergang noch bis zum Herbst offen bleibt, um zumindest während des Sommers den Spielbetrieb auf den Sportanlagen nicht zu beeinträchtigen. "Wir müssen immer noch damit rechnen, dass am 30. Juni zugemacht wird. Aber wir arbeiten daran, den Termin nach hinten zu legen.
Sicher ist das derzeit aber noch nicht", betonte Diersch in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

"In wesentlichen Aspekten einig"

Bahn und Gemeinde seien sich bei der Absicht, den Übergang zu erhalten, in wesentlichen Aspekten einig. Die Planer der Bahn AG arbeiteten derzeit fieberhaft an einer Möglichkeit, die alle Erfordernisse für den Erhalt berücksichtigt, die dem heutigen Stand der Technik entspricht und für alle Beteiligten - Regierung, Straßenbauamt, Bahn und Kommune - tragbar und natürlich förderfähig ist. "Wenn diese Kreuzungsvereinbarung so zustande kommt, wie wir sie uns vorstellen, können wir es schaffen", ist der Bürgermeister weiter hoffnungsvoll.
Vor kurzem hat sich eine Kommission aller zuständigen Stellen damit beschäftigt, in welchen Zustand der Übergang am 1. Juli versetzt werden muss, falls keine Verlängerung kommt und er am 30. Juni zugemacht wird. Die Bahn AG würde sich dadurch jedenfalls den Sicherungsposten sparen, der seit einem Jahr zusätzlich zum Blinklicht den Übergang jedes Mal zusätzlich absperrt, wenn ein Zug durchfährt.

Fazit: Es könnte so kommen, dass der Übergang jetzt oder in drei Monaten dicht gemacht wird, aber dennoch ein Neubau verwirklicht werden kann. Der würde aber unter Berücksichtigung aller rechtlichen Verfahrensschritte ein bis zwei Jahre dauern. Fest steht aber: So lange wird der Übergang im jetzigen Zustand nicht offen bleiben.

Nach wie vor ist auch ungewiss, ob nicht doch nach dem derzeit gültigen Beschluss des Gemeinderats eine neue Brücke über die Trebgast errichtet wird, um die Sportanlagen künftig über die Lindauer Straße anzubinden.